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Womit russische Truppen in der Arktis bewaffnet sind, zeigt die Messe „Army 2021“

© SNA / Nikolaj JolkinMesse „Army 2021“
Messe „Army 2021“ - SNA, 1920, 26.08.2021
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Erstmals thematisiert eine Sonderausstellung des Forums die militärischen Aktivitäten Russlands in der Arktis. Hier wurde unter anderem die arktische Version des Schützenpanzers BT-3F vorgestellt, die den extremen Temperaturen des hohen Nordens gerecht wird.
Das gepanzerte Kampffahrzeug ist mit frostgeschützter Karosserie und Heizanlage versehen, die selbst bei ausgeschaltetem Hauptmotor eine Komforttemperatur im Cockpit gewährleisten kann. Außerdem wird es laut dem Hersteller mit besonderen Gleisketten ausgestattet, deren verminderter Bodendruck seine Geländefähigkeit verbessert. Mit nur 0,28 kg/cm2 erzeugen die 656 mm breiten Raupen einen geringeren Bodendruck als ein Fußgänger.
Was die Bewaffnung angeht, hat der BT-3F eine autonome Waffenstation vom Kaliber 12,7 mm, in die ein Infrarotsichtgerät und ein Laserstreckenmesser eingebaut sind. Das Fahrzeug ist für die motorisierte Infanterie gedacht, kann aber auch als taktischer Gefechtsstand oder Sanitätswagen eingesetzt werden. Von seinem Vorgänger, dem Schützenpanzer BMP-3F, hat das Fahrzeug ein hohes Maß an Schutz und Mobilität geerbt. Dabei eignet sich die Neuentwicklung für den Betrieb bei bis zu minus 50 Grad Celsius. Sie hat einen Antrieb von 450 PS und eine Fahrweite von 600 km, kann schwimmen, mit schweren Mehrfachfallschirmen abgesetzt oder mit dem Hubschrauber Mi-26 als Außenlast transportiert werden.
© SNA / Nikolaj JolkinMesse „Army 2021“
Messe „Army 2021“ - SNA, 1920, 26.08.2021
Messe „Army 2021“
Ferner wird auf dem Forum der amphibische Geländewagen TREKOL 39249 demonstriert, der nach sicheren Wegen für schwerere Transportmittel unter arktischen Verhältnissen sucht und mit spezieller Funkmessanlage die Eisdicke bestimmt. Voll ausgelastet wiegt der TREKOL 3,5 Tonnen. Der Druck in seinen Reifen kann je nach Geländeart variieren. Für die Zukunft wird eine Bauart des TREKOL mit Wasserstrahlantrieb geplant, der seine Fahrgeschwindigkeit auf dem Wasser erhöhen soll.
Neben TREKOL sind für die Fahrt durch die Arktis gepanzerte Schnee- und Sumpfwagen DT-10PM und DT-30PM konzipiert worden. Letzterer, der Schwerere von beiden, kann nicht nur beinahe senkrechte Wände erklimmen, sondern sichdank der Hydraulik auch seitwärts bewegen, um die optimale Route zu wählen. Künftig will man ihn als Schlepper für das Mehrfachraketenwerfersystem Grad im Kaliber 122 mm einsetzen.
© SNA / Nikolaj JolkinMesse „Army 2021“
Messe „Army 2021“ - SNA, 1920, 26.08.2021
Messe „Army 2021“
Um sich gegen Angriffe aus dem Norden zu schützen, wurde 2014 in Russland das strategische Kommando „Nordflotte“ gegründet, zu dem 38 Überwasserschiffe, 42 U-Boote und zwei motorisierte Schützenbrigaden gehören, die über neue Kampfpanzer T-80BWM, Schützenpanzer, Artillerie und Luftabwehrmittel verfügen. Eine der Brigaden verfügt über das Flugabwehrraketensystem Panzir-SA (A steht für Arktis), ausgestattet mit 18 Raketen, die eine Reichweite von 20 km haben und Ziele bis zu einer Höhe von 15 km treffen können.
Die motorisierten Schützen der Brigade sollen aus der Luft auch von dem ersten „arktischen“ Hubschrauber mit Gasturbinenantrieb Mi-8AMTSch-WA unterstützt werden. Er hat einen Hilfsstromerzeuger, eine Heizanlage für sein Stromaggregat und seine Transmission sowie Hydraulik-, Öl- und Kraftstoffschläuche aus Teflon, die den Betrieb bei bis zu minus 60 Grad erlauben. Die Mobilität der Brigade wird insbesondere auch mit dem zweigliedrigen Schnee- und Sumpfwagen auf Gleisketten gewährleistet, der elf Tonnen wiegt und drei Tonnen Last aufnehmen kann. Er entwickelt eine Geschwindigkeit von 50 km/h auf dem Land bzw. 3,8 km/h auf dem Wasser.
© SNA / Nikolaj JolkinAusstellung „Russische Militärtechnik in der Arktis“
Messe „Army 2021“ - SNA
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Ausstellung „Russische Militärtechnik in der Arktis“
© SNA / Nikolaj JolkinSchneewagen auf Gleisketten
Messe „Army 2021“ - SNA
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Schneewagen auf Gleisketten
© SNA / Nikolaj JolkinGepanzerter Lazarettwagen für 11 Personen. Geschwindigkeit – 50 km/h (Autobahn), 3,8 (auf dem Wasser)
Messe „Army 2021“ - SNA
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Gepanzerter Lazarettwagen für 11 Personen. Geschwindigkeit – 50 km/h (Autobahn), 3,8 (auf dem Wasser)
© SNA / Nikolaj JolkinArktische Küche für 250 Personen. Die Crew besteht aus vier Personen
Messe „Army 2021“ - SNA
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Arktische Küche für 250 Personen. Die Crew besteht aus vier Personen
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Ausstellung „Russische Militärtechnik in der Arktis“
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Schneewagen auf Gleisketten
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Gepanzerter Lazarettwagen für 11 Personen. Geschwindigkeit – 50 km/h (Autobahn), 3,8 (auf dem Wasser)
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Arktische Küche für 250 Personen. Die Crew besteht aus vier Personen
Sollte die Technik versagen oder vom Gegner zerstört werden, können die arktischen motorisierten Schützen täglich 40 km auf Skiern zurücklegen oder aber Rentier- und Hundeschlitten benutzen. Ihre Montur lässt sich der Lufttemperatur und den Wetterverhältnissen maximal bequem anpassen.
Russland hat in der Arktis mehrere Militärstützpunkte errichtet, darunter „Arktisches Dreiblatt“ auf dem Franz-Josef-Land und „Nordischer Klee“ auf der Kotelny-Insel in der Laptewsee. Das „Arktische Dreiblatt“ kann 18 Monate lang ununterbrochen funktionieren und 150 Mann Personal beherbergen. Dieser Stützpunkt verfügt über zwei Start- und Landebahnen, je eine für Versorgungs- und Militärflugzeuge, und ist mit Raketensystemen der Küstenverteidigung, Bastion, ausgerüstet. Die zwei Stützpunkte ermöglichen Russland eine ständige Präsenz in der Arktis.
Diese ist für Russland von strategischer Bedeutung. Das ist leicht zu erklären, da die Region fast an allen Bodenschätzen reich ist. Vor 2030 beabsichtigt Russland, 55 Prozent der arktischen Erdöl- und Erdgasvorräte unter seine Kontrolle zu bringen. Dabei ist die Arktis der kürzeste Weg für die amerikanischen ballistischen Raketen, die auf Russland gerichtet sind, aber auch der kürzeste Weg von Nordeuropa nach Asien, der allmählich immer mehr vom Eis frei wird.
Die Arktis umfasst heute Territorien, ausschließliche Wirtschaftszonen und Festlandsockel von acht arktischen Ländern: Russland, Kanada, USA (Alaska), Norwegen, Dänemark (Grönland und die Färöer), Finnland, Schweden und Island. Die längste Arktisgrenze hat aber Russland. Die russische Arktisküste dehnt sich über 22.600 km aus. Auf diesem Territorium leben rund 2,5 Millionen Menschen, was knapp zwei Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes ausmacht.
Wladimir Putin bei der Eröffnung des Forums „Army 2021“ - SNA, 1920, 24.08.2021
Russland hat etwas, auf das es stolz sein kann – Wladimir Putin eröffnete das Forum „Army 2021“
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