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Außerirdisches Leben möglich? Neue Art von Planeten im Visier der Forscher

© Foto : Amanda Smith/ University of CambridgeAußerirdisches Leben möglich? Neue Art von Planeten im Visier der Forscher
Außerirdisches Leben möglich? Neue Art von Planeten im Visier der Forscher
 - SNA, 1920, 26.08.2021
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Es ist ein neuer Schub für die Suche nach außerirdischem Leben: Sogenannte „hyceanische“ Planeten könnten nicht nur Leben beherbergen. Sie kommen sehr oft außerhalb des Sonnensystems vor. Das ist das Ergebnis einer Studie, die ebenfalls angibt, wonach man auf diesen Planeten suchen sollte.
Die Suche nach Planeten mit Bedingungen für Leben beschränkte sich bislang auf solche, die in Größe, Masse, Temperatur und Atmosphärenzusammensetzung der Erde vergleichbar sind. Astronomen der Universität Cambridge glauben dagegen, dass diese Suche ausgeweitet werden kann.
Konkret geht es um eine neue Klasse bewohnbarer sogenannter Exoplaneten, die die Forscher als „hyceanische“ Planeten bezeichnen. Der Name ist Programm: Es handelt sich um ozeanbedeckte Planeten mit wasserstoffreichen Atmosphären, also mit einem hohen Anteil an Hydrogen. Hydrogen und ozeanisch ergibt zusammen „hyceanisch“.
Von diesen Planeten gibt es deutlich mehr Vertreter außerhalb unseres Sonnensystems als erdartiger Welten. Deshalb halten die Wissenschaftler es für gut möglich, dass in den nächsten Jahren sogenannte Biosignaturen außerhalb unseres Planetensystems gefunden werden. Biosignaturen bezeichnen Stoffe in der Planetenatmosphäre, die auf Leben hinweisen können.
In iher Studie untersuchten die Astronomen den Mini-Neptun „K2-18b“. Mini-Neptune sind mehr als anderthalb Mal so groß wie die Erde, haben eine wasserstoffreiche Atmosphäre und keine Gesteinskruste wie die Erde. Außerdem sind Temperaturen und Druck unter der Atmosphäre bei ihnen zu hoch – wurde angenommen.
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Mögliches Leben unter bestimmten Bedingungen

Allerdings ergaben Modellrechnungen, dass solche Planeten unter bestimmten Bedingungen durchaus lebensfähig sein können. Dabei modellierten die Forscher sowohl Eigenschaften von Planeten als auch ihrer Sterne, die im Zusammenspiel einen neuen Planetentyp ergaben: die oben erwähnten hyceanischen Planeten. Diese können mehr als doppelt so groß wie die Erde sein und eine bis zu 200 Grad heiße Atmosphäre haben.
Doch die Ozeane „hyceanischer“ Planeten könnten den irdischenähnlich lebensfreundlich sein, wird von den Forschern angenommen. Für die Suche nach Leben auf solchen Planeten haben die Forscher eine Reihe Biosignaturen benannt. Unter diesen befinden sich sowohl klassische Biosignaturen von der Erde wie Sauerstoff, Ozon, Methan und Stickstoffoxid. Ebenso gehören für die Erde eher seltene Stoffe wie Methylchlorid und Mimethylsulfid, die aber auf „hyceanischen Planeten“ häufiger vorkommen könnten, wo es wenig Sauerstoff und Ozon gibt.
Die Suche nach solchen Anzeichen auf Leben ist eine Aufgabe für moderne Teleskope. Es ist möglich, dass das James Webb Space Telescope (JWST), das noch 2021 ins Weltall starten soll, auch nach ihnen Ausschau halten wird.
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