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Taliban stellen Ausreisemöglichkeit auch nach US-Abzug in Aussicht - Vermittler

© AP Photo / Rahmat GulTaliban-Kämpfer in Kabul, Afghanistan
Taliban-Kämpfer in Kabul, Afghanistan - SNA, 1920, 25.08.2021
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Die radikal-islamistischen *Taliban haben in Verhandlungen mit der Bundesregierung versichert, dass die Afghanen mit gültigen Papieren auch nach dem US-Truppenabzug am 31. August das Land verlassen dürfen. Das twitterte der deutsche Verhandlungsführer Markus Potzel am Mittwoch.
Die Nachricht verkündete er nach Gesprächen mit dem Vizechef des politischen Büros der Taliban in Katar, Schir Mohammed Abbas Staneksai.
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer sagte in Berlin, die Zusage Deutschlands, ehemalige afghanische Mitarbeiter aufzunehmen, gelte auch nach Ablauf der Frist.
Inzwischen berichteten Medien, dass die Bundeswehr ihre Luftbrücke aus der afghanischen Hauptstadt Kabul schon am Donnerstag beenden wolle. Demnach sollen morgen vier Maschinen mit Evakuierten und den deutschen Soldaten ins usbekische Taschkent fliegen. In Kreisen der Bundesregierung hieß es, man könne die Berichte nicht bestätigen.
Nach der Rückkehr aus Afghanistan: Bundeswehrsoldaten auf dem Flugplatz in Wunstorf - SNA
Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

Am Hindukusch waren in den vergangenen fast 20 Jahren insgesamt über 150.000 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Sie waren in der Regel je vier bis sechs Monate im Einsatz. 59 deutsche Militärs kamen dort ums Leben, 35 von ihnen wurden im Gefecht oder durch Anschläge getötet. Das war bislang der höchste Blutzoll, den Deutschland in Auslandseinsätzen zu beklagen hat. Denn in anerkannten ausländischen Missionen, an denen sich die Bundeswehr seit 1992 beteiligt, sind insgesamt 115 deutsche Soldaten gestorben, so das Militär der Bundesrepublik.

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Die Lage in Afghanistan eskalierte, nachdem US-Präsident Joe Biden im April seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, die US-Mission in Afghanistan zu beenden. Danach erhöhten die Kämpfer der radikal-islamistischen Bewegung *Taliban das Tempo ihrer Offensive und etablierten am 15. August innerhalb von mehreren Stunden kampflos die volle Kontrolle über Kabul. Daraufhin legte der afghanische Präsident, Aschraf Ghani, sein Amt nieder und floh aus dem Land. Die einzige Provinz, die nicht unter der Kontrolle der Taliban steht, ist Panjshir nordöstlich von Kabul, eine der flächen- und bevölkerungsmäßig kleinsten Regionen des Landes.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
Afghanistans Präsident Ashraf Ghani - SNA, 1920, 23.08.2021
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