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 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

Kreml verweist auf erhebliche Terrorbedrohung durch IS in Afghanistan

© AP Photo / Rahmat GulEin Taliban-Kämpfer
Ein Taliban-Kämpfer - SNA, 1920, 25.08.2021
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Wegen der sich in Afghanistan aufhaltenden Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS)* hat der Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch auf eine große Terrorbedrohung im Land verwiesen.
„Was Terrorakte anbetrifft, so lässt sich nur eines konstatieren: auf dem Staatsgebiet Afghanistans halten sich neben den Taliban** auch IS-Militante auf. Sie sind keine indigenen Einwohner dieses Landes, es handelt sich aber um notorische Terroristen. Daher ist die Terrorbedrohung in Afghanistan sehr, sehr stark“, sagte Peskow am Mittwoch gegenüber Journalisten.
Die Situation in Afghanistan hat sich in den vergangenen Wochen besonders zugespitzt, als die Taliban in der ersten Augustdekade eine großangelegte Offensive gegen die Regierungskräfte eingeleitet hatten. Nur die nordöstlich von Kabul gelegene Provinz Panjshir, eine der nach Fläche und Bevölkerungszahl kleinsten Regionen Afghanistans, ist nicht unter die Kontrolle der Taliban geraten.
Die Taliban sind am 15. August in Kabul einmarschiert und haben den Präsidentenpalast eingenommen. Der Sprecher des politischen Büros der Taliban, Mohammad Naim, erklärte in der Nacht zum 16. August, dass der Krieg in Afghanistan beendet sei und die Regierungsform im Staat in nächster Zeit bestimmt werden solle.
Präsident Aschraf Ghani hatte Afghanistan verlassen, um seinen Worten nach „ein Blutbad zu verhindern“. Drei Tage später versprach er in seiner aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgestrahlten Videoansprache, in nächster Zeit in die Heimat zurückzukehren.
Indes erklärte sich Vizepräsident Amrullah Saleh zum provisorischen Staatschef. Er rief die Bevölkerung zum bewaffneten Widerstand auf.
Joe Biden - SNA, 1920, 24.08.2021
Afghanistan
USA halten an Truppen-Abzug aus Afghanistan bis 31. August fest – Weißes Haus
Derzeit werden alle Grenzübergänge Afghanistans von den Taliban kontrolliert. Die Evakuierung von ausländischen Mitarbeitern und von Afghanen, die bei ausländischen Missionen eingestellt waren, erfolgt über den einzigen Flughafen von Kabul, wo Truppen der USA und anderer Nato-Länder eingesetzt sind.
Laut Peskow ist Russland weiterhin über die äußerst angespannte Situation mit der Evakuierung von Bürgern westlicher Länder aus Afghanistan besorgt.
„Wir haben die Information wahrgenommen, wonach die Taliban selbst den 31. August als Deadline festgelegt hätten. Wir wissen, dass dieses Thema gestern bei einem außerordentlichen Sondergipfel der Sieben besprochen wurde“, sagte der Kreml-Sprecher in Beantwortung einer Frage. Er betonte, dass die Situation äußerst angespannt bleibe.
Im Kreml würden alle Bitten afghanischer Bürger um Hilfe bei der Ausreise aus dem Land analysiert, sagte der Kremlsprecher. Er beantwortete damit die Frage, ob Russland plane, Afghanen und ihre Angehörigen, darunter Absolventen russischer Militärhochschulen, die sich in einem offenen Brief an die russischen Behörden gewandt haben, zu evakuieren.
Die Situation sei kompliziert und könne kaum im Megaphone-Format detailliert besprochen werden, sagte Peskow. Der Kreml-Sprecher fügte hinzu, dass die Position hinsichtlich der afghanischen Studenten russischer Hochschulen noch nicht formuliert sei.
Militärtransportflugzeug C-17 in Kabul - SNA
Bis fünf Millionen weitere Flüchtlinge aus Afghanistan

Bundesinnenminister Horst Seehofer rechnet nach der Machtübernahme der Taliban damit, dass 300.000 bis fünf Millionen weitere Afghanen die Flucht ergreifen werden. Das sagte der CSU-Politiker nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am 16. August bei einer Unterrichtung der Bundestags-Fraktionschefs. Einen Zeitraum nannte er demnach nicht.

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*Terrorvereinigung, in Deutschland und Russland verboten
**Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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