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Polizei in Annaberg-Buchholz zeigt Mann an wegen T-Shirt mit Davidstern und Schriftzug "Ungeimpft"

Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.08.2021
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In der sächsischen Kreisstadt Annaberg-Buchholz schritt die Polizei am vergangenen Wochenende im Verlauf einer genehmigten Demonstration gegen Corona-Maßnahmen gegen zwei Personen wegen umstrittener Darstellungen und Äußerungen ein.
Wie die zuständige Polizeidirektion Chemnitz am Sonntag mitteilte, fand am Tag zuvor in Annaberg-Buchholz, im Erzgebirgkreis des Freistaates Sachsen eine behördlich genehmigte Protestveranstaltung gegen Maßnahmen statt, die die Ausbreitung des Sars-Cov-2-Virus eindämmen sollen. Die Versammlung verlief ohne Zwischenfälle.
Die Polizei zeigte allerdings zwei Teilnehmer der Demonstration an. Eine Person hatte sich "stark abfällig" über den sächsischen Ministerpräsidenten geäußert, wie es die Polizei in einer Mitteilung formulierte. Die andere Person trug ein T-Shirt mit dem sogenannten Davidstern und dem Aufdruck "Ungeimpft". Die Polizei schreibt dazu in ihrer Mitteilung: "Das T-Shirt wurde durch die Einsatzkräfte beschlagnahmt. Gegen den 50-jährigen Deutschen wird wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt."
© Foto : Screenshot / Polizei SachsenScreenshot der Polizeimeldung 2782 der Polizeidirektion Chemnitz zur Demonstration in Annaberg-Buchholz am 21. August 2021
Screenshot der Polizeimeldung 2782 der Polizeidirektion Chemnitz zur Demonstration in Annaberg-Buchholz am 21. August 2021 - SNA, 1920, 24.08.2021
Screenshot der Polizeimeldung 2782 der Polizeidirektion Chemnitz zur Demonstration in Annaberg-Buchholz am 21. August 2021
Gegner der gegen Covid-19 gerichteten staatlichen Maßnahmen verteidigen die Benutzung des geschichtsträchtigen Symbols des Massenmordes an den europäischen Juden mit einem Gefühl der Ausgrenzung, Stigmatisierung und Benachteiligung, weil sie sich gegen die Corona-Schutzverordnungen und insbesondere gegen die Impfung wehren.
Tausende bei „Querdenken“-Demo in Stuttgart - SNA, 1920, 05.07.2021
„Deutschland: Verraten und verkauft“ – Die „Querdenker“ und das Ende der Grundrechte?
In ganz Deutschland gehen staatliche Behörden seit Monaten gegen Versuche vor, das Symbol des Davidsterns, mit dem in Nazideutschland Juden stigmatisiert, ausgegrenzt, entrechtet, gedemütigt und schließlich zur Ermordung in Vernichtungslager abtransportiert wurden, für die Proteste gegen Corona-Schutzverordungen von Bund und Ländern zu instrumentalisieren. Vielerorts steht diese Relativierung des Holocaust bereits unter Strafe.
Im Sächsischen Landtag verurteilten Redner aller Fraktionen am 25. Juni 2021 "jede Form von Antisemitismus" im Freistaat und missbilligten dabei auch die Benutzung von Davidsternen auf Querdenker-Demonstrationen. Die Fraktion der AfD wies in der seinerzeitigen Debatte Vorwürfe der anderen Fraktionen zurück, sie würde in ihren eigenen Reihen Antisemitismus dulden.
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