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Moskau: Nord Stream 2 in wenigen Wochen fertig

© SNA / Dmitri Lelltschuk / Zur BilddatenbankGasröhren im Logistikzentrum der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2. Mukran, 23. Juli 2021
Gasröhren im Logistikzentrum der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2. Mukran, 23. Juli 2021  - SNA, 1920, 24.08.2021
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Der Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2, durch die russisches Erdgas künftig nach Deutschland fließen soll, dürfte laut dem Außenministerium in Moskau in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Dmitri Biritschewski, Abteilungsleiter Wirtschaftskooperation, sieht keine Hindernisse für die Fertigstellung und erwartet eine baldige Inbetriebnahme.
„Das Projekt nähert sich schon seinem Abschluss. Es bleiben nur noch wenige Wochen, bis die physischen Bauarbeiten beendet sind“, sagte der Diplomat im Gespräch mit SNA. Er hoffe, dass die Pipeline noch in diesem Jahr in Betrieb gehe. Dafür gebe es gute Chancen.
„Wir sehen jedenfalls keine Hindernisse für die Fertigstellung“, sagte Biritschewski. Die Inbetriebnahme dürfte dann nicht lange dauern. Einen Deal zwischen Moskau und Washington zu Nord Stream 2 nach dem Vorbild der jüngsten Einigung zwischen den USA und Deutschland hält Biritschewski für unwahrscheinlich.
Die Pipeline liege weit weg von den Vereinigten Staaten. „Deshalb wäre es für uns nicht logisch, mit den USA über dieses Projekt zu diskutieren“, sagte der Diplomat. Russland bespreche das Projekt mit seinen Partnern in Europa, die das durch diese Rohrleitung transportierte Erdgas konsumieren würden.
Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte am Freitag gesagt, dass noch 15 Kilometer der Pipeline auf hoher See gebaut werden müssten, um das Projekt fertigzustellen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Präsident Wladimir Selenski geben eine Pressekonferenz nach Treffen in Kiew - SNA, 1920, 22.08.2021
Wenn Nord Stream 2 als Waffe benutzt wird: Merkel schließt neue Sanktionen gegen Russland nicht aus
Durch Nord Stream 2 sollen künftig bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Deutschland und in weitere EU-Länder fließen. Das Projekt mit einem geschätzten Wert von 9,5 Milliarden Euro wird von der Nord Stream 2 AG umgesetzt, deren einziger Aktionär der russische Staatskonzern Gazprom ist. Seine europäischen Partner – Royal Dutch Shell, OMV, Engie, Uniper und Wintershall – finanzieren das Projekt jeweils mit 950 Millionen Euro und decken somit die Hälfte der Kosten.
Die USA stemmen sich gegen das Projekt, weil sie darin Konkurrenz für ihr Flüssigerdgas sehen, und haben Nord Stream 2 jahrelang mit Sanktionen bekämpft. Zu den Projektgegnern zählen auch einige europäische Staaten und das Transitland Ukraine. Ende Juli verkündeten Berlin und Washington eine Einigung im Gerangel um die Ostseepipeline. Washington ist weiterhin gegen das Projekt, will nun aber auf weitere Sanktionen verzichten. Bedingungen sind unter anderem, dass Russland Energie nicht als Waffe benutze und dass die Ukraine ihren Status als Transitland auch in Zukunft beibehalte.
Moskau bezeichnet Nord Stream 2 als ein Wirtschaftsprojekt, das im Interesse Russlands und der EU liege, und warnt vor seiner Politisierung. Russland verspricht, auf die Ukraine als Gastransitland auch nach dem Ende des aktuellen Transitabkommens im Jahr 2024 nicht verzichten zu wollen.
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