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Afghanistan
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Lawrow reagiert auf Borrells Aussagen zur Lage in Afghanistan

© SNA / Pressedienst des Außenministeriums RusslandsRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto) - SNA, 1920, 24.08.2021
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Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat zu den Aussagen des EU-Außenbeauftragten, Josep Borrell, über die Lage in Afghanistan Stellung genommen. Zuvor hatte Borrell die EU davor gewarnt, die Kontrolle über die Situation in Afghanistan Russland und China zu überlassen.
„Was wir nicht tun können, ist, den Chinesen und den Russen die Kontrolle über die Situation zu überlassen“, sagte Borrell am Donnerstag. „Wir könnten irrelevant werden.“
„Es ist traurig, wenn solche Leute die außenpolitische EU-Linie entwickeln”, sagte Lawrow am Freitag auf einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit seinem ungarischen Amtskollegen Peter Szijarto.
„Wenn der EU-Außenbeauftragte in solchen Kategorien denkt, dann tut es mir leid für die Mitgliedsstaaten, die gezwungen sind, eine solche Philosophie zu hören und sie anscheinend zu unterstützen“, unterstrich der russische Chefdiplomat in Bezug auf Borrells Äußerungen.
Borrell mache sich falsche Sorgen: Man müsse vor allem gewährleisten, dass die Afghanen ihr Land so schnell wie möglich beruhigten, so Lawrow weiter.
„Diese Mentalität – man könne Afghanistan nicht an Russland und China übergeben – ist dieselbe Geschichte wie ‚entweder – oder‘: ‚Lassen wir die Länder beschließen, entweder sie sind mit dem Westen, oder sie sind mit Russland und China zusammen‘“, betonte Lawrow.
Am Donnerstag hatte Borrell gesagt, die EU könne nicht zulassen, das China und Russland die Lage um Afghanistan kontrollieren würden. Er sagte weiter, dass jetzt die Zukunft Afghanistans besprochen werde sowie die mögliche Bildung einer Regierung der nationalen Einheit, an der verschiedene politische Kräfte, darunter auch Vertreter der ehemaligen Regierung, teilnehmen können

Machtübernahme der Taliban in Afghanistan

Die Lage in Afghanistan eskalierte, nachdem US-Präsident Joe Biden im April seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, die US-Mission in Afghanistan zu beenden. Danach erhöhten die Taliban*-Kämpfer das Tempo ihrer Offensive und etablierten am 15. August kampflos innerhalb mehrerer Stunden die volle Kontrolle über Kabul.
Blick auf die schneebedeckten Berge des Pamirs, Afghanistan - SNA, 1920, 24.08.2021
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Daraufhin hat der afghanische Präsident, Aschraf Ghani, sein Amt niedergelegt und floh aus dem Land.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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