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 - SNA, 1920
Afghanistan
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Hinter verschlossenen Türen: CIA-Direktor traf sich mit Taliban-Chef – Medien

© AFP 2021 / Karim JaafarMullah Abdul Ghani Baradar (Taliban)
Mullah Abdul Ghani Baradar (Taliban) - SNA, 1920, 24.08.2021
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CIA-Direktor William Burns soll am Montag in der Hauptstadt Kabul ein geheimes Treffen mit dem De-facto-Anführer der militant-islamistischen Taliban* Mullah Abdul Ghani Baradar abgehalten haben. Darüber berichtete die Zeitung „The Washington Post“ unter Berufung auf vertraute US-Regierungsbehörden.
Laut der Zeitung handelte es sich dabei um die ersten persönlichen Verhandlungen auf höchster Ebene zwischen den Taliban und der Regierung des amerikanischen Staatschefs, Joe Biden.
Das Blatt beschrieb das Treffen zugleich als „ironisch“ angehaucht, da Baradar vor elf Jahren von der CIA und pakistanischen Agenten festgenommen worden war und danach acht Jahre im Gefängnis verbringen musste. Anschließend hatte er von Katar aus Verhandlungen mit den USA geführt.
Die Friedensgespräche hatten eine Vereinbarung mit der Trump-Administration über den Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan zur Folge. Baradar soll großen Einfluss auf die Taliban haben. Er hatte in den 1980er Jahren gegen die Sowjetarmee gekämpft und war in den 1990er Jahren Gouverneur mehrerer Provinzen gewesen, als die militante Gruppe damals Afghanistan regiert hatte.
Die CIA weigerte sich, weitere Details über das Treffen preiszugeben. Das Blatt ging aber davon aus, dass im Mittelpunkt der Gespräche die bevorstehende Frist, die am 31. August abläuft, für den Abzug der US-Truppen und die Evakuierung von afghanischen Bürgern durch US- und Nato-Streitkräfte stand.
Die Taliban hatten zuvor eindringlich davor gewarnt, den Abzug der US-Streitkräfte zu verzögern. Sie versprachen „Konsequenzen“, sollte es zu einem Verstoß kommen.
Taliban-Kämpfer in Kabul - SNA, 1920, 24.08.2021
Nach Machtübernahme: Taliban planen mehrköpfige Regierung – Medien

Taliban ergreifen Macht in Afghanistan

Nachdem die USA und ihre Verbündeten den Truppenabzug aus Afghanistan angekündigt hatten, starteten die Taliban eine Großoffensive und eroberten den größten Teil des Territoriums Afghanistans.
Präsident Ghani war ins Ausland geflohen, kurz bevor die Taliban am 15. August den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Kabul einnahmen. Später gestand Ghani in einer Facebook-Botschaft die Niederlage gegen die Taliban ein.
Das Außenministerium in Abu Dhabi teilte letzte Woche mit, dass sich Aschraf Ghani mit seiner Familie in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalte. Ghani hat inzwischen in einer Videobotschaft versprochen, bald nach Afghanistan zurückzukehren.
Vizepräsident Amrullah Saleh erklärte, er sollte nun verfassungsgemäß zum Staatsoberhaupt ernannt werden und rief zum bewaffneten Widerstand auf.
Taliban-Kämpfer in Kabul, Afghanistan - SNA, 1920, 23.08.2021
Afghanistan
Taliban drohen USA mit militärischer Gewalt bei Verzögerung des Truppenabzugs
Die Taliban haben den Krieg in Afghanistan für beendet erklärt. Mittlerweile haben die neuen Machthaber eine allgemeine Amnestie verkündet. Dennoch versuchen viele Afghanen, ihr Land nach Kräften zu verlassen.
Alle Grenzübergänge in Afghanistan sollen derzeit von den Taliban kontrolliert werden. Die Mitarbeiter der ausländischen Botschaften sowie afghanische Ortskräfte, die für Ausländer behilflich waren, werden über den einzigen Flughafen von Kabul evakuiert, der von den US-Soldaten und anderen Nato-Militärs gehalten wird.
Am Montag setzten die Taliban den 31. August als Endtermin für den Truppenabzug der US-Truppen aus Afghanistan an. Sollte diese „rote Linie“ nicht eingehalten werden, werde dies als „Fortsetzung der Okkupation“ betrachtet. Auch eine Reaktion militärischer Art sei nicht ausgeschlossen, wie der Sprecher der Taliban, Suhail Shaheen, gestern gegenüber dem Sender „Sky News“ mitteilte.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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