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Bundesminister Müller sieht Entwicklungshelfer in Afghanistan in großer Gefahr

© REUTERS / U.S. Marine Corps/Staff Sgt. Victor MancillaNach der Machtergreifung durch die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan wollen immer mehr Menschen das Land verlassen. Kabul, Hamid Karzai International Airport,18. August 2021
Nach der Machtergreifung durch die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan wollen immer mehr Menschen das Land verlassen. Kabul, Hamid Karzai International Airport,18. August 2021 - SNA, 1920, 24.08.2021
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Nach der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan hat der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller große Sorge um die Sicherheit der einheimischen Mitarbeiter von Entwicklungsorganisationen. Laut dem CSU-Politiker haben alle gefährdeten afghanischen Ortskräfte das Angebot auf Evakuierung erhalten, aber nur wenige konnten ausgeflogen werden.
„Ich traue den Zusicherungen der Taliban nicht, es wird bereits jetzt verfolgt und gemordet“, sagte Müller im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. „Unsere afghanischen Mitarbeiter brauchen deshalb unsere Unterstützung und wir arbeiten auf vielen Ebenen und auch an weiteren Möglichkeiten, das Land verlassen zu können jenseits der Luftevakuierung.“
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Die Kritik an der Bundesregierung, die Ausreise afghanischer Ortskräfte verzögert oder blockiert zu haben, nehme er sehr ernst, sagte Müller. „Die Lage vor Ort ist aber kompliziert und ändert sich stündlich.“ Trotz der dramatischen Lage hätten einige Organisationen erklärt, weiter vor Ort zu bleiben und ihre Arbeit soweit wie möglich fortzuführen, sagte Müller. Dabei habe die Sicherheit für afghanische Mitarbeiter absolute Priorität.
„Parallel haben alle gefährdeten afghanischen Ortskräfte das Angebot auf Evakuierung erhalten. Bisher konnten aber leider nur sehr wenige ausgeflogen werden, obwohl die Bundeswehr einen großartigen Einsatz durchführt.“
Der Entwicklungsminister forderte zugleich eine Verlängerung der Evakuierungsmission. „Die Taliban haben jetzt angekündigt, die Evakuierung am Flughafen nicht über den 31. August hinaus zu tolerieren“, sagte er. Er unterstütze deshalb den Vorstoß des britischen Premierministers, Boris Johnson, zusammen mit den Amerikanern eine Verlängerung zu erreichen.
„Dennoch dürfen wir diejenigen, die derzeit keine Chance haben, evakuiert zu werden, nicht alleine zurücklassen. Diese Menschen haben in den vergangenen Jahren wichtige Projekte umgesetzt und vieles geleistet.“ Zugleich verteidigte der Entwicklungsminister die finanzielle Unterstützung für afghanische Mitarbeiter, die im Land bleiben wollen.
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