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Gezerre um Migranten: Polen errichtet Zaun an Grenze zu Belarus

© AP Photo / Mateusz WodzińskiMigranten an Grenze zu Belarus
Migranten an Grenze zu Belarus - SNA, 1920, 23.08.2021
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Polen errichtet einen zweieinhalb Meter hohen Zaun an der Grenze zu Belarus, um die Migranten zu bremsen. Zuvor hatte der belarusische Präsident Alexander Lukaschenko als Reaktion auf Sanktionen erklärt, Minsk werde Migranten nicht mehr an der Weiterreise hindern.
Wegen illegal über Belarus einreisender Migranten errichtet Polen einen 2,50 Meter hohen Zaun an der Grenze zum östlichen Nachbarn. Zudem sollen auch mehr Soldaten den Grenzschutz verstärken, schrieb Polens Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak am Montag auf Twitter. Derzeit sind an der 418 Kilometer langen Grenze zu Belarus bereits 900 Soldaten im Einsatz.
Der belarusische Präsident Alexander Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde – als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen. Seitdem verlassen Migranten aus dem Nahen Osten Belarus in Richtung Litauen, zuletzt nahm auch der Druck auf Polen zu.
Am Montag warf Lukaschenko den Polen vor, sie hätten einen Konflikt an der Grenze angezettelt und die Staatsgrenze von Belarus verletzt. „Die Polen haben auf polnischem Gebiet 50 Leute eingefangen, die (...) nach Deutschland wollten, wohin Mutter Merkel sie gerufen hatte“, sagte er laut der Agentur Belta. Anschließend hätten die Polen diese Gruppe unter Androhung von Waffengewalt auf die belarusische Seite der Grenze getrieben.
Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes harrt eine Gruppe von 24 Flüchtlingen seit Tagen in der Nähe des Dorfes Usnarz Gorny im Grenzgebiet zu Belarus aus. Laut der Nachrichtenagentur PAP soll es sich um Afghanen handeln. Polnische Grenzbeamte hätten die Flüchtlinge umstellt und den Zugang mit Fahrzeugen blockiert, auf belarusischer Seite seien bewaffnete Sicherheitskräfte zu sehen.
82,4 Millionen Flüchtlinge weltweit

82,4 Millionen Menschen waren Ende 2020 wegen Konflikten, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen weltweit auf der Flucht, knapp drei Millionen mehr als im Vorjahr, so der UNHCR. Darunter sind über 26 Millionen Flüchtlinge, von denen etwa die Hälfte unter 18 Jahren alt ist. Der Großteil der gewaltsam Vertriebenen sind die so genannten Binnenvertriebenen (48 Millionen). Die übrigen Millionen Menschen sind Flüchtlinge unter UNCHR-Mandat (20,7 Millionen), palästinensische Flüchtlinge unter UNRWA-Mandat (5,7 Millionen), Asylsuchende (4,1 Millionen) und Vertriebene aus Venezuela (3,9 Millionen).

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