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Krise in Afghanistan: OVKS-Staaten halten außerplanmäßige Videokonferenz ab

© AFP 2021 / Alexei DruzhininWladimir Putin und Emomali Rahmon
Wladimir Putin und Emomali Rahmon - SNA, 1920, 23.08.2021
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Die Staatschefs der Mitgliedsstaaten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) führen am Montag eine außerordentliche Sitzung des Rates für kollektive Sicherheit durch. Auf der Tagesordnung steht die Frage der Sicherheitsgewährleistung der Staaten vor dem Hintergrund der Ereignisse in Afghanistan.
Die Sitzung wird per Videokonferenz unter dem Vorsitz des tadschikischen Präsidenten, Emomali Rahmon, abgehalten. Die Staats- und Regierungschefs der Länder diskutieren auch über eine wirksame gemeinsame Reaktion auf mögliche grenzüberschreitende Herausforderungen und Bedrohungen.
Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte im Juli und August dreimal mit Rahmon telefonisch über die Lage in Afghanistan gesprochen. Nach Angaben des Pressedienstes des tadschikischen Staatschefs „sprachen sich die Präsidenten während des letzten solchen Gesprächs am 18. August für eine weitere Koordinierung der Bemühungen auf bilateraler und multilateraler Basis zur Stärkung des Schutzes der tadschikisch-afghanischen Grenze und für eine umfassende Hilfe zur friedlichen Beilegung des afghanischen Problems aus.“
Die OVKS ist eine internationale Sicherheitsorganisation, die derzeit aus folgenden sechs Mitgliedsstaaten besteht: Russland, Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan. Der Vertrag über kollektive Sicherheit wurde 1992 in Taschkent unterzeichnet.

Machtübernahme der Taliban in Afghanistan

Die Lage in Afghanistan eskalierte, nachdem US-Präsident Joe Biden im April seine Entscheidung bekanntgegeben hatte, die US-Mission in Afghanistan zu beenden. Danach erhöhten die Taliban*-Kämpfer das Tempo der Offensive und etablierten am 15. August kampflos über mehrere Stunden hinweg die volle Kontrolle über Kabul.
Daraufhin hatte der afghanische Präsident, Aschraf Ghani, sein Amt niedergelegt und war aus dem Land geflohen.
Russland-US-Gipfel - SNA, 1920, 22.08.2021
Putin zur Lage in Afghanistan: „Wollen keine Terrorkämpfer unter Deckmantel von Flüchtlingen“
In der Nacht zum 16. August sagte Mohammad Naim, ein Vertreter des politischen Büros der Taliban, dass der Krieg in Afghanistan vorbei sei und die Regierungsform des Staates in naher Zukunft bekannt werden würde.
Mittlerweile haben die neuen Machthaber eine allgemeine Amnestie verkündet. Dennoch versuchen viele Afghanen nach Kräften, ihr Land zu verlassen. Der Evakuierungseinsatz wurde durch chaotische Zustände am Flughafen Kabul erschwert.
Augenzeugen berichteten bereits von Tausenden Schutzbedürftigen vor Eingängen zum Flughafen, unter denen einige bereits im Menschengedränge ums Leben gekommen waren.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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