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Nord Stream 2: Lawrow nennt Vorteile des Gaspipeline-Baus für Europa

© SNA / Pressedienst des Außenministeriums RusslandsRusslands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto)
Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archivfoto) - SNA, 1920, 23.08.2021
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Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Behauptungen europäischer Länder, dass die Gaspipeline Nord Stream 2 ihre Abhängigkeit von Gas aus Russland erhöhen wird, als „unbegründet“ zurückgewiesen. Aus seiner Sicht können davon sowohl Russland als auch Europa profitieren. Das teilte er gegenüber der ungarischen Zeitung „Magyar Nemzet“ mit.
Vor seinem Arbeitsbesuch in Budapest, der an diesem Dienstag stattfinden soll, beantwortete Lawrow im Interview mit der ungarischen Zeitung mehrere Fragen zu einigen brisanten Themen – zur Sprache kam auch die Gaspipeline Nord Stream 2, deren Bau vonseiten Europas oft im Kreuzfeuer der Kritik steht.
„Wir betrachten den Bau der Nord Stream 2-Gaspipeline als rein geschäftliches Projekt, das für beide Seiten vorteilhaft ist. Behauptungen, die Gaspipeline werde die Abhängigkeit Europas von russischen Gaslieferungen erhöhen, sind unbegründet“, bestätigte Lawrow im Interview mit der ungarischen Tageszeitung „Magyar Nemzet“.
Mit der Inbetriebnahme von Nord Stream 2, so der Außenminister, werde eine zusätzliche Diversifizierung der Gasversorgungsroute gewährleistet, ohne ihr derzeitiges Volumen zu erhöhen. Laut Lawrow kann man auch eine stabile Gasversorgung der europäischen Verbraucher auf kürzestem Wege sicherstellen, was zur Verringerung des durch seinen Transport herbeigeführten „ökologischen Fußabdrucks“ führen werde.
„Folglich wird Nord Stream 2 die Energiesicherheit Europas strategisch für die kommenden Jahrzehnte erhöhen. Gerade deswegen sprechen sich die am Projekt interessierten europäischen Länder eindeutig für den Bau der Gaspipeline aus.“

Ostseepipeline Nord Stream 2

Die Gasleitung Nord Stream 2 soll russisches Erdgas über die Ostsee nach Deutschland zur Weiterleitung in andere EU-Staaten transportieren. Betreiber der Pipeline ist die Nord Stream 2 AG, eine Tochtergesellschaft des russischen Energiekonzerns Gazprom.
Europäische Energiefirmen wie Shell, OMV, Uniper und Wintershall sind mit dreistelligen Millionenbeträgen am Projekt beteiligt.
Bauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland - SNA, 1920, 20.08.2021
Kiew warnt abermals vor Nord Stream 2 als Waffe
Die USA versuchten gemeinsam mit Verbündeten in der EU, das russisch-europäische Pipelineprojekt durch Sanktionen zu verhindern, auch um Vorzugsbedingungen für das amerikanische Flüssiggas in Europa zu schaffen. Die Bundesregierung hat jedoch im Juli dieses Jahres mit der Biden-Administration eine Einigung zur Fertigstellung von Nord Stream 2 erzielt. Demnach waren bis vor kurzem keine weiteren Sanktionen gegen das Pipelinevorhaben in Sicht.
Allerdings hatten die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, und der ukrainische Präsident, Wladimir Selenski, bei ihrem Treffen am heutigen Sonntag in Kiew Russland davor gewarnt, die neue Ostseepipeline Nord Stream 2 als „politische Waffe“ zu nutzen.
Sie haben Sanktionen gegen Russland in Aussicht gestellt, „wenn die Pipeline als Waffe eingesetzt wird“, so Merkel. Darauf hätten sich Deutschland und die USA verständigt. Berlin verstehe Kiews Bedenken gegenüber dem Projekt und nehme sie „sehr ernst“, betonte Merkel am Sonntag.
Selenski wird Ende des Monats auch US-Präsident Joe Biden in Washington treffen, um womöglich eine Einigung bezüglich der Gaspipeline zu erzielen.
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