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Israel will Schüler in Unterrichtszeit impfen

© CC0 / Vanessa/pixabaySpritzen (Symbolbild)
Spritzen (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.08.2021
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In Israel sollen Kinder ab zwölf Jahren zu Beginn des neuen Schuljahrs im Unterricht geimpft werden – wenn die Eltern dem zustimmen. In dem Land sind die Zahlen trotz hoher Impfrate wieder am Ansteigen.
Mit Beginn des neuen Schuljahrs am 1. September will Israel Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit gegen das Coronavirus impfen. Dafür sei lediglich die Zustimmung der Eltern erforderlich, teilte das Corona-Kabinett der Regierung am Montag mit. Israel impft grundsätzlich Kinder schon mit zwölf Jahren, in Ausnahmefällen sogar schon mit fünf. Dies gilt allerdings nur für besonders gefährdete Kinder – etwa wegen extremer Fettleibigkeit, schweren chronischen Lungenkrankheiten oder Herzproblemen.
Das 9,4-Millionen-Einwohner-Land versucht derzeit, mit einer umfangreichen Impfkampagne den Anstieg von Corona-Neuinfektionen zu bremsen. Am Montag meldete das Gesundheitsministerium 5383 neue positive Testergebnisse. Zugleich wurden 672 Schwerkranke registriert – der höchste Wert seit März. 16 weitere Menschen starben. Bislang sind knapp 59 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft – von den 12- bis 15-Jährigen etwa 29 Prozent, von den 16- bis 19-Jährigen etwa 69 Prozent.
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Wegen der Pandemie gelten an den Schulen besondere Regeln. In „roten Städten“ mit besonders vielen Neuinfektionen gibt es nur Präsenzunterricht, wenn in der Klasse mindestens 70 Prozent der Schüler geimpft sind. Sonst müssen alle in Online-Unterricht. Zudem sollen etwa 1,6 Millionen Schüler noch diesen Monat auf Antikörper gegen das Virus getestet werden. Wer Antikörper nachweisen kann, muss bei einem positiven Test in der Klasse nicht in Quarantäne. Außerdem sollen direkt vor dem Wiederbeginn der Schule zwei Millionen Schüler zuhause einen Schnelltest machen.
Die sieben öffentlichen Krankenhäuser im Land erklärten, aufgrund eines Finanzstreits mit der Regierung ab sofort keine Corona-Patienten mehr aufzunehmen. Ab Mittwoch werde man auf einen Notbetrieb runterfahren, hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Regierung habe Millionen-Beträge versprochen, die nicht gezahlt worden seien.
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