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Afghanistan
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Erste Ortskräfte aus Afghanistan in Berlin angekommen: Darunter Bundeswehr-Helfer? – SNA hakt nach

© REUTERS / Thilo SchmuelgenEine Lufthansa-Maschine in Frankfurt
Eine Lufthansa-Maschine in Frankfurt - SNA, 1920, 23.08.2021
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Die ersten über die Luftbrücke der Bundeswehr ausgeflogenen afghanischen Ortskräfte sind „am Montagmorgen in Berlin angekommen.“ Das meldet der Berliner Senat in einer Pressemitteilung. SNA hakt beim Bundesverteidigungsministerium sowie bei Berlins Behörden nach – und erhält spärliche Antworten.
„Erste afghanische Ortskräfte und ihre Kernfamilien, die über die Luftbrücke nach Frankfurt/Main ausgeflogen wurden, sind in den heutigen Morgenstunden in Berlin angekommen.“ Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales hervor, die der SNA-Redaktion vorliegt.
„Es handelt sich bei ihnen um insgesamt 35 Menschen, darunter 17 Kinder – viele im Kleinst- und Kleinkindalter. Die Ortskräfte und ihre Angehörigen wurden in einer kurzfristig reaktivierten Unterkunft untergebracht.“

Welche Funktion hatten die Ortskräfte in Afghanistan?

SNA News wollte daraufhin von der Pressestelle des Senats in Berlin wissen, ob bekannt sei bzw. genannt werden dürfe, welche Aufgaben die evakuierten Ortskräfte vor der Machtübernahme der Taliban* in Afghanistan innehatten. Spannend wäre demnach die Frage, ob unter den Afghanen direkte Helfer der Bundeswehr seien. In der Antwort verwies die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales auf weitere Ansprechpartner, darunter das Bundesverteidigungsministerium. Bis Redaktionsschluss dieses Artikels war in der Pressestelle des Verteidigungsministeriums telefonisch leider kein Ansprechpartner zu erreichen.
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„Bei den Ortskräften handelt es sich um Menschen, die in Afghanistan für die Bundeswehr oder Hilfsorganisationen gearbeitet haben“, berichtete am Montag die Deutsche Presse-Agentur (DPA). „Für sie besteht nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban nach Einschätzung des Westens große Gefahr für Leib und Leben.“ Momentan liefen Gespräche, in denen geklärt werden solle, mit welchem Status die Afghanen nach Deutschland gekommen seien. Bald entscheide sich auch, in welche Bundesländer die Evakuierten verteilt werden.
Berlins Sozial-Senatorin Elke Breitenbach (Die Linke) hieß die afghanischen Ortskräfte kurz nach ihrer Ankunft in Berlin herzlich willkommen und wurde in einer Pressemitteilung zitiert:
„Diese Menschen sind erschöpft und traumatisiert. Sie sind immer noch bedroht und sie benötigen jetzt erst einmal Ruhe, um hier anzukommen. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, dass wir diese Menschen so schnell aufnehmen konnten.“

Berlin ist Verteiler-Zentrum

Das Land Berlin agiere als ein Verteilzentrum für afghanische Ortskräfte, wie Berlins Senatsverwaltung in den letzten Tagen informiert hatte. Ein großer Teil von ihnen werde später von der Hauptstadt aus auf andere Bundesländer verteilt. Die Ankunft weiterer Ortskräfte für Berlin sei angekündigt. „Der Bund hat die Aufnahme weiterer afghanischer Ortskräfte und ihrer Familien in Berlin angefragt. Das Land Berlin wird ein Verteilstandort sein. Die Ankommenden sollen in Berlin registriert und vorerst hier untergebracht werden, bevor sie später auf andere Bundesländer verteilt werden.“
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Die Unterbringung der Menschen aus Afghanistan werde durch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) organisiert. Dieses hat demnach bereits eine zuvor leere „Unterkunft wieder aktiviert“.
Um welche Unterkunft es sich dabei genau handelt, dazu konnte in einer telefonischen Anfrage ein Sprecher des LAF am Montagmittag keine Angaben machen. Der exakte Ort werde nicht öffentlich bekanntgegeben, hieß es.Vermutlich deshalb, um den geflüchteten Afghanen eine Ruhepause nach den Strapazen im Heimatland und in Kabul zu gönnen.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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