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„Sechs Gramm vertretbar“: Drogenbeauftragte fordert bundesweite Cannabis-Grenze

© CC0 / NickyPe / PixabayCannabis (Symbolbild)
Cannabis (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.08.2021
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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Daniela Ludwig hat sich dafür eingesetzt, den Besitz von kleinen Cannabis-Mengen künftig bundesweit als Ordnungswidrigkeit zu ahnden und nicht mehr als Straftat. In einem RND-Interview rief sie die Union zudem auf, den Widerstand gegen das sogenannte Drug-Checking aufzugeben.
Nach Ansicht der CSU-Politikerin sollen die Konsumenten in Deutschland „wie in Portugal“ künftig wählen können, ob sie ein Bußgeld zahlen oder sich einer Suchtberatung unterziehen. Die in Berlin tolerierte Menge von 15 Gramm hält Ludwig aber für „eindeutig zu hoch“. Das könne man schon daran sehen, dass in der Hauptstadt so viele Jugendliche kiffen würden wie sonst nirgendwo in Deutschland.
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Ein Grenzwert, über dem der Besitz von Cannabis auch in Zukunft als Straftat und nicht als Ordnungswidrigkeit geahndet werden sollte, habe „eine gewisse Signalwirkung und einen Einfluss auf das Konsumverhalten“, sagte die 46-jährige Bundestagsabgeordnete in dem Interview. Deshalb müsse er mit Bedacht festgelegt werden.
„Vertretbar wäre aus meiner Sicht eine Grenze von sechs Gramm – und zwar bundesweit“, so Ludwig. Damit sollte der aktuelle „Flickenteppich an Regelungen“ beendet werden.
Der Union empfahl die Drogenbeauftragte, nach der Bundestagswahl mit künftigen Koalitionspartnern einen Kompromiss zu suchen. „Klar ist, dass Cannabis nicht so gefährlich ist wie Kokain oder Heroin. Richtig ist auch, dass es um andere, bessere Sanktionen und um eine Entlastung von Polizei und Justiz gehen muss“, sagte sie.
Außerdem rief Ludwig dazu auf, den Widerstand gegen das sogenannte Drug-Checking aufzugeben, das den Konsumenten ermöglicht, ihre Drogen analysieren zu lassen. Die Konzentration der Wirkstoffe werden immer höher, außerdem kämen vermehrt hochgefährliche Mischungen auf den Markt, argumentierte sie.
„Durch das Drug-Checking kann nicht nur der einzelne Konsument gewarnt werden. Drug-Checking bedeutet Schadensminimierung und kann Leben retten.“ Die Behörden würden dadurch auch einen viel besseren Überblick darüber bekommen, was auf der Straße angeboten werde, und darauf dann in der Präventionsarbeit reagieren können.
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