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Baerbock schließt Impfpflicht nicht aus – zumindest für bestimmte Gruppen

© REUTERS / POOLAnnalena Baerbock, Co-Vorsitzende der Grünen und Kanzlerkandidatin für die anstehende Bundestagswahl,auf einer Pressekonferenz zur Nachbereitung der Flutkatastrophe im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin , 26. Juli 2021.
Annalena Baerbock, Co-Vorsitzende der Grünen und Kanzlerkandidatin für die anstehende Bundestagswahl,auf einer Pressekonferenz zur Nachbereitung der Flutkatastrophe im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin , 26. Juli 2021.  - SNA, 1920, 23.08.2021
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Die Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock hat die Impfpflicht für den Fall einer deutlichen Verschlimmerung der Corona-Lage in Deutschland nicht ausgeschlossen – zumindest für einzelne Berufsgruppen.
Die Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen wurde von Tina Hassel, Studioleiterin und Chefredakteurin Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio, im Online-Format „Frag selbst!” begrüßt.
Nach der Aufzeichnung des ARD-Sommerinterviews am Sonntag wurde die Grünenchefin beim Beantworten von Zuschauerfragen im Onlineprogramm von Tagesschau24 unter anderem gefragt, ob eine Impfpflicht für spezielle Berufsgruppen wie Krankenhaus, Pflegepersonal oder Erzieher nötig wäre.
„Eine Impfpflicht ist in unserem Land gesetzlich, rechtlich, juristisch nicht ganz einfach“, antwortete Baerbock. Es gebe aber Berufszweige etwa bei der Bundeswehr, wo so etwas möglich sei. Es könne dazu kommen, dass man „über die Frage weiterer Impfpflichten in einzelnen Berufsgruppen“ sprechen müsse.
Dabei verwies die Politikerin auf die Lage in den Schulen und auf Kinder, die wegen ihres jungen Alters noch nicht geimpft werden könnten.
„Man muss ja sich vorstellen, was sind die Alternativen. Und wenn die Alternative ist, harter Lockdown, Kitas und Schulen wieder komplett zu – was echt ein Desaster für viele Familien war – dann müssen alle anderen Alternativen mit auf den Tisch“, äußerte sie. Wie heftig es noch werde, könne sie aber nicht vorhersehen. Noch seien nicht alle anderen Möglichkeiten ausgereizt.
Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock - SNA, 1920, 22.08.2021
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Baerbocks Mitbewerber um das Kanzleramt hatten sich zuvor gegen die Impfpflicht ausgesprochen. Unionsspitzenkandidat Armin Laschet hatte zudem den indirekten Druck auf die Bevölkerung abgelehnt, der die Menschen zur Impfung veranlassen könnte: „Ich halte nichts von einer Impfpflicht und halte auch nichts davon, auf Menschen indirekt Druck zu machen, dass sie sich impfen lassen sollen“, sagte er im ZDF-Sommerinterview Ende Juli. Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte vorvergangene Woche bei einem Wahlkampftermin in Hamburg geäußert, er sei gegen eine Impfpflicht.
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