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„Erweiterte Realität“: Brille aus Österreich für Demenz-Früherkennung

Brille (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.08.2021
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Wenn Demenz früh erkannt wird, kann die Erkrankung des Gehirns verlangsamt werden. Allerdings sind die Symptome der kognitiven Beeinträchtigung nicht so leicht zu ermitteln. Ein neues Testverfahren setzt auf „erweiterte Realität“ und simuliert Alltagssituationen wie das Einkaufen.
Mit steigender Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Fälle von Demenz. Die etwa 1,5 Millionen Demenzkranken in Deutschland von 2018 sollen sich zum Jahr 2050 Prognosen zufolge auf 2,4 bis 2,8 Millionen erhöhen. Indessen kann das Fortschreiten der Krankheit, die für Betroffene und Angehörige sehr belastend sein kann, stark verzögert werden – wenn früh gehandelt wird.
Eine Demenz im Frühstadium lässt sich anhand bestimmter Symptome erkennen, zu denen Persönlichkeitsveränderungen, ungewöhnliche Gereiztheit, Unsicherheiten beim Gehen oder ein schwächelnder Geruchssinn gehören. Diese werden mit verschiedenen Testmethoden nachgewiesen – je nach Symptom und Facharzt.
Österreichische Forscher von der Fachhochschule Joanneum Graz haben diese Tests in einer einzigen Anwendung zusammengeführt. Dabei verzichten sie auf den Ansatz eines Fragebogens zur Demenz, der auf Selbsteinschätzung beruht und deswegen die Lage nicht immer korrekt erfasst. Stattdessen entwickelten sie Simulationen für eine „Augmented-Reality“-Brille – damit werden Alltagssituationen nachgestellt, wie zum Beispiel das Einkaufen. „Augmented Reality“ bedeutet übersetzt „erweiterte Realität“ und bezeichnet einen Blick durch die Brille, bei dem ein Computer zusätzliche Informationen oder Objekte ins Blickfeld einfügt.
Die Grazer Forscher warben um 60- bis 75-Jährige für eine Studie und weit über 300 Teilnehmer meldeten sich. Allerdings kam Anfang vorigen Jahres der erste Lockdown, weshalb die Studie unterbrochen werden musste und erst im Juni 2020 unter strengen Hygienemaßnahmen wiederaufgenommen werden konnte.
Gehirn (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.07.2021
Sechs Alltagsdinge, die unserem Gehirn schaden
Nach erfolgreichen Simulationen begann vergangenen Herbst die Entwicklung des Prototyps der eigentlichen Brille. Nach den erforderlichen Tests im Herbst sollen die Ergebnisse 2022 in einer großen Feldstudie bestätigt werden. Künftig könnten solche Brillen in Praxen und Ambulanzen, aber auch in Pflegeheimen nützlich sein.
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