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Astrazeneca kündigt wirksamen Antikörper-Cocktail gegen Covid-19 für Risikogruppen an

© REUTERS / RACHEL WISNIEWSKILogo des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca (Archiv)
Logo des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca (Archiv) - SNA, 1920, 23.08.2021
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Nicht jeder Mensch kann gegen Sars-Cov-2 geimpft werden. Nicht jeder entwickelt nach der Impfung eine Immunabwehr. Eine Alternative für Risikogruppen soll die Gabe von langlebigen Antikörpern sein. Ein Gemisch aus zwei Antikörpern kann Berichten nach bald zugelassen werden – und verspricht einen Schutz von 77 Prozent.
Ein neuer Antikörper-„Cocktail“ könnte chronisch Kranke und Menschen mit geschwächtem Immunsystem schützen, die von Covid-19 besonders gefährdet sein sollen. Das ist das Ergebnis einer Phase-III-Studie zu einem Gemisch monoklonarer Antikörper, das am Vanderbilt University Medical Center entdeckt und von Astrazeneca entwickelt worden war.
Monoklonale Antikörper sind Antikörper, die von bestimmten Zelllinien in großem Maßstab in Bioreaktoren hergestellt werden und für Therapien weltweit eingesetzt werden können. Um einen „Cocktail“ handelt es sich dann, wenn mehrere solcher Antikörper von verschiedenen Zelllinien vermengt werden.
Im Fall des Cocktails vom Vanderbilt-Zentrum und Astrazeneca handelt es sich um insgesamt zwei langlebige Antikörper. Sie sollen an unterschiedliche Teile des Sars-Coronavirus-2 binden und dieses noch vor der Ausbreitung und damit Infektion im Körper abfangen. Der Cocktail ist vorsorgend gedacht, wird also verabreicht, um eine künftige Erkrankung an Covid-19 zu verhindern.

Wenn Impfstoffe nicht anschlagen ...

Das Gemisch mit der sperrigen Bezeichnung AZD7442 wurde an 5000 Probanden erprobt, von denen drei Viertel ein derart schwaches Immunsystem hatten, dass Impfstoffe eventuell nicht anschlagen würden. Die Antikörper wurden einmalig in Muskelgewebe injiziert und sollen nur kleinere Nebenwirkungen hervorgerufen haben.
Das Ergebnis ist den Informationen nach ein Schutz von 77 Prozent, der bis zu zwölf Monaten angehalten soll. Vorläufigen Daten zufolge kann der Antikörper-Cocktail zudem Virenvarianten wie Delta neutralisieren. Nach diesen positiven Ergebnissen will Astrazeneca sich um eine Zulassung bemühen.
Die Wirksamkeit des Cocktails könnte sich allerdings noch ändern, wenn er einer größeren Zahl Patienten verabreicht wird. Dasselbe gilt für seltene Nebenwirkungen, die bei 5000 Probanden nicht unbedingt auftreten müssen. Zudem handelt es sich bei Antikörper-Therapien um sehr teure Therapien, sodass noch abzuwarten ist, wer davon profitieren wird.
Impfung gegen das Coronavirus in Spanien - SNA, 1920, 20.08.2021
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