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Merkel-Besuch in Kiew: Bürgermeister Klitschko darf nicht auf den Flughafen

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankDer Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko
Der Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko - SNA, 1920, 22.08.2021
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Der Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko, wollte am heutigen Sonntag Bundeskanzlerin Angela Merkel am Flughafen der ukrainischen Hauptstadt persönlich begrüßen – ist aber zu seinem Erstaunen nicht in das Gebäude gelassen worden.
„Bin auf dem Flughafen Boryspil eingetroffen, auf dem ich dem Protokoll nach als Bürgermeister der Hauptstadt die Bundeskanzlerin von Deutschland Angela Merkel empfangen sollte“, schrieb Klitschko am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram. Er sei aber nicht weitergekommen, weil sein Name auf einer Liste gefehlt habe. Der ehemalige Boxweltmeister fügte hinzu: „Mit Gewalt durchkämpfen werde ich mich natürlich nicht.“
„Ich frage mich, ob das ‚pro-europäische‘ Außenministerium der Ukraine beschlossen hat, plötzlich gegen die Protokollmaßnahmen zu verstoßen?“, so Klitschko weiter.
In seiner politischen Karriere sei so etwas noch nie vorgekommen.
Bei Merkels vorherigem Kiew-Besuch im November 2018 hatte Klitschko die Kanzlerin noch persönlich begrüßt. Der Politiker veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal ein Foto von dem damaligen Handschlag.
Seither war Merkel nicht mehr in der Ukraine. Am Sonntag absolvierte sie ihren ersten Besuch bei Präsident Wladimir Selenski. Zuletzt wurde in Kiew darüber spekuliert, dass Selenski Klitschko als Chef der Stadtverwaltung entlassen könnte. Nach verschiedenen Berichten sieht er in dem populären Bürgermeister eine Konkurrenz für die Präsidentenwahl 2024.
Spekuliert wird, dass der frühere Profisportler zwar Bürgermeister bleiben könnte, ihm aber ein Großteil seiner Vollmachten entzogen werden könnte. Der 50 Jahre alte Klitschko ist bereits seit 2014 Bürgermeister der Drei-Millionen-Einwohner-Stadt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Präsident Wladimir Selenski (Archivbild) - SNA, 1920, 22.08.2021
Kiew: Merkel und Selenski geben nach Treffen gemeinsame Pressekonferenz
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