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 - SNA, 1920
Afghanistan
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„Nicht alles in unserer Macht“: Kanzler Kurz gegen Aufnahme afghanischer Flüchtlinge in Österreich

© SNA / Alexej WitwizkijÖsterreichs Kanzler Sebastian Kurz (Archivfoto)
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (Archivfoto) - SNA, 1920, 22.08.2021
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Trotz der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban* in Afghanistan soll Österreich nach Meinung von Kanzler Sebastian Kurz keinen weiteren Flüchtlingen aus diesem Land Schutz gewähren.
„Ich bin nicht der Meinung, dass wir in Österreich mehr Menschen aufnehmen sollten, sondern ganz im Gegenteil“, sagte Kurz im Sommergespräch mit dem Fernsehsender Puls 4. Das Interview wird Sonntagabend ausgestrahlt.
Österreich beheimate mit aktuell mehr als 40.000 Afghanen die – bezogen auf die eigene Bevölkerungszahl – zweitgrößte afghanische Gemeinschaft in der EU.
Die Aufnahme von weiteren Afghanen schloss Kurz konsequent aus: „Das wird es unter meiner Kanzlerschaft nicht geben.“ Zudem verwies er auf die „besonders schwierige Integration“ der Bevölkerungsgruppe. Kurz sagte weiter: „Menschen aufzunehmen, die man dann nicht integrieren kann, das ist ein Riesenproblem für uns als Land.“

Turkmenistan und Usbekistan sollen helfen

Für Kurz ist es offensichtlich, dass die Taliban grausam und die Lebensbedingungen in Afghanistan furchtbar seien. Die internationale Gemeinschaft müsse „alles dafür tun“, um die Situation in Afghanistan zu verbessern, doch Österreich müsse sich auch eingestehen, dass vieles in fremden Händen liege. „Es ist nicht alles in unserer Macht.“
Kurz wiederholte im Gespräch mit Puls 4 erneut den Vorschlag, dass Menschen aus Afghanistan in benachbarten Ländern geholfen werden sollte. Dabei hob er besonders Turkmenistan und Usbekistan hervor. Die EU solle Länder in der Region in dieser Hinsicht unterstützen. Auch Länder wie die Schweiz hatten es zuletzt abgelehnt, größere Gruppen von Afghanen aufzunehmen. Großbritannien hingegen plant die Aufnahme von Tausenden Afghanen.
Menschen in Afghanistan - SNA, 1920, 22.08.2021
Mehrheit der Deutschen für Aufnahme verfolgter Afghanen und gegen Abschiebungen – Umfrage
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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