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Krise in Afghanistan: EU-Kommission fordert Aufnahme von Flüchtlingen

© CC0 / pixel2013 / PixabayFlagge der Europäischen Union
Flagge der Europäischen Union - SNA, 1920, 22.08.2021
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Die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hat alle EU-Länder dazu aufgerufen, im Rahmen des Umsiedlungsprogramms des UN-Flüchtlingshilfswerks möglichst viele Menschen aus Afghanistan aufzunehmen.
„Neben den früheren Diplomaten vor Ort und den Ortskräften mit ihren Familien gibt es noch weitere Gruppen, die dringend der Hilfe bedürfen, wie beispielsweise Menschenrechtsaktivisten und Journalisten“, sagte Johansson gegenüber dem Blatt „Welt am Sonntag“.
Es gehe auch darum, so Johansson weiter, Mädchen und Frauen zu beschützen. Sie rufe alle EU-Länder auf, „ihre Quoten für Umsiedlungen von Flüchtlingen innerhalb des UNHCR-Programms zu erhöhen“.
Zu möglichen Fluchtbewegungen aus Afghanistan sprach sich Johannson gegenüber der Zeitung wie folgt aus:
„Bisher bewegen sich nicht so viele Menschen nach Europa, aber die Situation ändert sich jetzt schnell und wir müssen auf verschiedene Szenarien vorbereitet sein.“
Sie verwies darauf, dass sich „die gleichen Fehler wie 2015“ nicht wiederholen müssen – in jenem Jahr waren zahlreiche Flüchtlinge nach Europa und insbesondere nach Deutschland gekommen.
„Wir sollten nicht warten, bis die Menschen an den EU-Außengrenzen stehen. Das heißt also, dass wir zusammen mit anderen Staaten und internationalen Organisationen den Afghanen in Afghanistan und in den Nachbarländern der Region helfen müssen.“
A400-Transportflugzeug der Bundeswehr mit Evakuierten aus Afghanistan landete in Taschkent - SNA, 1920, 22.08.2021
Afghanistan
Bundeswehr fliegt mehr als 2130 Schutzbedürftige aus Kabul aus
Es sei aber auch wichtig, internationalen Schutz bereitzustellen. Dieser Schutz solle in legaler, sicherer und geordneter Weise gewährt werden innerhalb des Umsiedlungsprogramms des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR).
Laut Johannson muss verhindert werden, dass sich Menschen zu gefährlichen Reisen aufmachen, „bei denen Menschenschmuggler die Not der Menschen ausnutzen“.
Humanitäre Hilfe der EU für Afghanistan

Die EU hat seit 1994 mehr als eine Milliarde Euro an humanitärer Hilfe für Afghanistan mobilisiert, so die Europäische Kommission Anfang Juli. Damit werde eine kritische Soforthilfe für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen, einschließlich der Opfer von Krieg und Naturgefahren, sichergestellt. Die Maßnahmen werden Soforthilfe, Unterkünfte, Nahrungsmittelhilfe, Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen und verschiedene Schutzdienste für Frauen und Kinder bieten. Anfang 2021 plante der UNHCR noch mit einem Bedarf von 127 Millionen US-Dollar für die Hilfsmaßnahmen im Land.

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Am Samstag hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bereits bei einem Besuch in Spanien einen ähnlichen Appell an alle Staaten gerichtet, die an der Afghanistan-Mission beteiligt waren. Sie stellte finanzielle Hilfe für EU-Mitglieder in Aussicht, die Flüchtlinge aufnehmen.
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