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Russlands Außenministerium wirft London Manipulation im Fall Nawalny vor

© SNA / Alexey Mayshev / Zur BilddatenbankRussisches Außenministerium
Russisches Außenministerium - SNA, 1920, 21.08.2021
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Russland hat Großbritannien wiederholt aufgerufen, alle Materialien zum Fall der mutmaßlichen Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny zur Verfügung zu stellen. Laut der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat London das zuerst ignoriert und nun wirkt es so, als ob die gesamte Geschichte manipuliert wurde.
In ihrem Telegram-Kanal zitierte Sacharowa eine Erklärung des britischen Außenministers Dominic Raab, der geäußert hat,
„Großbritannien hat seit der schrecklichen Vergiftung von Alexei Nawalny vor einem Jahr eine führende Rolle bei der Koordinierung der internationalen Reaktion gegen diese unmenschliche Tat gespielt”.
„Damit gab London zu, dass es die Geschichte um die angebliche Vergiftung von Nawalny manipuliert hat. Diese Saga begann vor langer Zeit, als die Materialien von Litwinenko verheimlicht wurden, dann folgte der sogenannte ‚Giftanschlag an den Skripals‘, danach – die chemischen Provokationen der Weißhelme. Diese wurden von dem britischen Ex-Militär angeführt, der plötzlich Selbstmord beging, und jetzt gesteht der britische Minister ein aktives Spiel um den Berliner Patienten. So tauchte der Kopf hinter den Ohren auf“, sagte Sacharowa .
„Russland hat Großbritannien und seine Partner wiederholt aufgefordert, alle verfügbaren Materialien zu den genannten Fällen bereitzustellen und die Anschuldigungen mit Beweisen zu untermauern. Großbritannien und seine Partner ignorieren diese Aufrufe weiterhin“, so die Pressesprecherin weiter.
In Bezug auf die Sanktionen, die westliche Länder, darunter auch Großbritannien, im Zusammenhang mit dem Fall Navalny verhängt haben, sagte Sacharowa, dass „einseitige Beschränkungen illegitim sind, da der UN-Sicherheitsrat sie nicht gebilligt hat“.
„Der Einsatz eines illegitimen Instruments macht einen Appell an das Völkerrecht absurd. Russland hat im Einklang mit seinen internationalen Verpflichtungen sein Arsenal chemischer Waffen vernichtet. Dasselbe kann man von Nato-Staaten – wie zum Beispiel die USA – nicht sagen“, fügte Sacharowa hinzu.
London hatte am Freitag sieben russische Bürger im Zusammenhang mit der angeblichen Vergiftung von Alexej Nawalny auf die Liste der Chemiewaffen-Sanktionen gesetzt. Am Donnerstag hatte der Europäische Auswärtige Dienst vor dem Jahrestag der Notaufnahme von Alexej Nawalny ins Krankenhaus in Omsk erneuert gefordert, den Kreml-Kritiker freizulassen und den Vorfall zu untersuchen.

Fall Nawalny

Nawalny war im August 2020 in ein Krankenhaus in Omsk gebracht worden, nachdem er sich beim Flug von Tomsk nach Moskau schlecht gefühlt hatte. Die Ärzte stellten bei ihm eine Stoffwechselstörung fest, die eine Zuckerspiegeländerung im Blut auslöste. Nach Angaben der Omsker Ärzte wurde weder im Blut noch im Urin des Patienten Gift nachgewiesen.
Nawalny wurde später nach Deutschland ausgeflogen. Die Bundesregierung erklärte damals mit Verweis auf Militärmediziner, dass er mit einer Substanz der Nowitschok-Reihe vergiftet worden sei.
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Nach etwa dreistündigen Gesprächen im Kreml: Putin lobt Dialog mit Merkel als konstruktiv und offen
Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte im Dezember vergangenen Jahres, zum Fall mit der „Vergiftung“ laufe eine Untersuchung, doch ein Strafverfahren könne ohne Sachmaterialien nicht eingeleitet werden. Dabei würden die Bitten Russlands, ein offizielles Gutachten zu diesem Zwischenfall zur Verfügung zu stellen, vom Westen ignoriert.
Der Kremlkritiker, dessen frühere Bewährungsstrafe wegen Unterschlagung von Geldmitteln des Unternehmens Yves Rocher durch eine reale Freiheitsstrafe ersetzt wurde, sitzt derzeit in einer Arbeitskolonie ein. Grund dafür ist, dass Nawalny gegen die Auflagen für seine Bewährungsstrafe verstoßen hatte.
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