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Arbeitsminister will Corona-Impfung während der Arbeitszeit ermöglichen

© REUTERS / CHRISTIAN MANGImpfung gegen COVID-19 in Ahrweiler, Deutschland
Impfung gegen COVID-19 in Ahrweiler, Deutschland - SNA, 1920, 21.08.2021
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Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ für eine neue Regelung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. Er will, dass sich Beschäftigte gegebenenfalls auch während der Arbeitszeit immunisieren lassen können. Auf diese Weise soll die Impfkampagne gegen Covid-19 angekurbelt werden.
Bislang haben Arbeitnehmer keinen allgemeinen Anspruch darauf, sich während der Arbeitszeit bei einem Arzt oder im Impfzentrum eine Spritze gegen den Erreger geben zu lassen.
Es sei wichtig, dass es jetzt beim Impfen noch einmal einen Schub gebe, sagte Heil.
Die neue Strategie von Bund und Ländern setzt aus seiner Sicht voraus, dass diejenigen, die geimpft seien, ab Oktober „wieder Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren. Und diejenigen, die sich nicht impfen lassen, dann ab Oktober für Tests selbst aufkommen müssen“. Das finde er auch fair.

Praxen brauchen genaue Vorgaben

Die Kassenärzte fordern von der Bundesregierung dafür genaue Vorgaben.
„Die Praxen und ihre Teams brauchen Klarheit, wann und für wen Impfungen vorgenommen werden können“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, gegenüber der „Rheinischen Post“. „Hierzu wäre es wichtig, eine möglichst klare wissenschaftlich begründete Definition zu haben, für wen eine Booster-Impfung sinnvoll wäre.“

Hausärzte-Сhef lehnt Auffrischungen für alle ab

Nach Ansicht des Chefs des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, seien es betagte und gefährdete Personen, die die Auffrischungsimpfung ein halbes Jahr nach ihrer zweiten Impfung erhalten sollten.
„Booster-Impfungen für alle sind aus medizinischer Sicht derzeit nicht nötig“, zitiert ihn die „Rheinische Post“.
Weigeldt sieht hier auch Möglichkeiten für neue Konflikte mit Patienten, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das führt zu Diskussionen, die aber in den Beratungsgesprächen in unseren Praxen geklärt werden.“
Im Moment liegt die Altersgrenze für die dritte Impfung bei 80 Jahren. „Ob die Hausärztinnen und Hausärzte auch jüngeren Patienten diese Auffrischungsimpfung anbieten, ist dann jeweils abhängig von der persönlichen Konstitution und dem Vorliegen schwerer Krankheiten“, erklärte er. Gesunde Personen unter 80 Jahren würden in der Regel derzeit kein Angebot bekommen.
Für den Präsidenten der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sind Auffrischungsimpfungen für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, einem geschwächten Immunsystem sowie Hochbetagten sinnvoll. „Nach bisherigem Kenntnisstand und Auffassung namhafter Experten ist sie aber für die meisten Geimpften nicht sofort nötig“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Insgesamt fehlen uns immer noch aussagekräftige Studien, ob wann und für wen eine Boosterimpfung angezeigt ist.“
Die anstehende Nutzen-Risiko-Abwägung der Ständigen Impfkommission (Stiko) werde auf der Basis der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz basieren, so Reinhardt. „Bund und Länder wären gut beraten, bei dieser wichtigen Frage die wissenschaftliche Expertise der Stiko nicht zu übergehen“, äußerte er.
Kinderarzt (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.08.2021
Impfung gegen Covid-19: Andrang bei Kinder- und Jugendärzten
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag haben sich bisher 63,8 Prozent aller Einwohner mindestens einmal impfen lassen, 58,5 Prozent der Bevölkerung sind vollständig immunisiert. Die Länder beginnen jetzt mit Auffrischungsimpfungen für alte Menschen, die vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Impfung erhalten haben, weil nach diesem Zeitraum die Wirkung deutlich nachlassen kann. Zuvor hatte sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) offen für ein Angebot an alle Bürger gezeigt: „In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Impfkampagne in Sachsen (Archiv) - SNA, 1920, 18.08.2021
Bundesweit mindestens jeder Zweite vollständig geimpft
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