Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Wir müssen jetzt durchstarten": Ranghoher CSU-Politiker fordert zu Wahlkampfauftakt mehr Engagement

© AFP 2021 / Tobias SchwarzArmin Laschet, Ralph Brinkhaus, Alexander Dobrindt und Markus Söder
Armin Laschet, Ralph Brinkhaus, Alexander Dobrindt und Markus Söder  - SNA, 1920, 21.08.2021
Abonnieren
Aufgrund aktueller Umfragewerte gerät Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) zunehmend unter Druck. Im Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Union, SPD und Grünen bleibt sein Erfolg mit derart schwachen Ergebnissen geradezu auf der Strecke. Nun ruft CSU-Politiker Alexander Dobrindt zu mehr Einsatz beim zentralen Union-Wahlkampfauftakt an diesem Samstag auf.
Die Schwesterparteien CDU und CSU organisieren am Samstag, 21. August, eine Wahlkampfveranstaltung in Berlin. Sie markiert den Beginn der Endphase der Bundestagswahl.
Dort bekommt Laschet die Möglichkeit, die Wähler im Berliner Tempodrom von seiner Kandidatur zu überzeugen. Nun soll auch der CSU-Vorsitzende Markus Söder – einst, und wie manche glauben, womöglich schon wieder Laschets Konkurrent um die Kanzlerkandidatur – ihm dabei unter die Arme greifen, ebenso die scheidende Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

„Wir müssen jetzt durchstarten. Erfolgreiche Wahlkämpfe brauchen die drei M: Mannschaft, Mut und Mobilisierung. Bei Mobilisierung ist zurzeit noch Luft nach oben“, sagte der CSU-Landesgruppenchef Dobrindt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Samstag.

Ein Ergebnis der Union von über 30 Prozent sei möglich, so Dobrindt, aber eben auch notwendig, um den Führungsanspruch in einer Regierungsbeteiligung zu untermauern.

„Schneller planen, genehmigen und umsetzen“

Doch davon ist die Union derzeit weit entfernt. In mehreren Umfragen rangieren CDU und CSU zusammen nur noch bei 22 bis 23 Prozent. Die SPD mit Vizekanzler Olaf Scholz als Kanzlerkandidat hat die lange zweitplatzierten Grünen inzwischen überholt und ist der Union mit 21 Prozent ganz dicht auf den Pelz gerückt. Von den großen Umfrageinstituten sieht nur Allensbach die Union mit 27,5 zu 19,5 Prozent noch mit deutlichem Abstand vorne. In der Kanzlerpräferenz liegt Laschet weit abgeschlagen hinter Scholz.
Nötig ist aus Dobrindts Sicht eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung mit SPD und Grünen:
„Es geht um Entlastungen oder Belastungen, um Freiheit oder Bevormundung, um Chancen oder Schulden, um Miteinander oder Gegeneinander. Das sind die klaren Richtungsentscheidungen.“
Laschet will nach einem Wahlsieg zuerst ein Paket zur Planungsbeschleunigung auf den Weg bringen, um große Wirtschaftsprojekte voranzubringen. Um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und international nicht abgehängt zu werden, müsse man in Deutschland „schneller planen, genehmigen und umsetzen“. Er hat aber auch angekündigt, künftig stärker auf ein Team zu setzen.
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.08.2021
„Besser, als gemeinsam unterzugehen“: CDU-Abgeordnete fordert Rücktritt Laschets
Auf die Frage, ob CSU-Chef Markus Söder der bessere Kandidat gewesen wäre, sagte Dobrindt:

„Die Entscheidung ist anders gefallen. Jetzt kämpft die CSU dafür, dass Armin Laschet Bundeskanzler wird. Es gibt Zeiten des innerparteilichen Wettbewerbs, aber jetzt ist die Zeit, gemeinsam die Wahl zu gewinnen.“

Eigentlich hatte die Union ein Dreitageprogramm im Vergnügungspark im baden-württembergischen Rust geplant, wegen der Flutkatastrophe wurde das aber abgesagt. Im Berliner Tempodrom soll zu Wahlkämpfern vor Ort geschaltet werden: Die Union beginnt an diesem Tag im ganzen Bundesgebiet parallel ihre Wahlkampfaktionen.
Die Wahl, die am 26. September stattfinden soll, wird die erste seit 16 Jahren ohne die Teilnahme der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel sein.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала