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Besucher der Wiener Zuwanderungsbehörde bemängeln ewiges Warten: „Es ist eine Katastrophe“

© CC0 / Nicole/pixabaySanduhr (Symbolbild)
Sanduhr (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.08.2021
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Nach Berichten über umstrittene Managementpraktiken in der für Zuwanderung und Staatsbürgerschaft zuständige Behörde hat die „Kronen Zeitung“ am Freitag Besucher der Magistratsabteilung 35 (MA 35) vor Ort über ihre Erfahrungen befragt.
Ahmed und Majed H., mit denen die Zeitung sprach, warten immer noch auf eine Antwort in Bezug auf den Aufenthaltsantrag, der im November 2020 bei MA 35 eingereicht wurde. „Es ist eine Katastrophe! Wir wollen einfach nur noch wissen, ob positiv oder negativ“, sagte das Paar. Die Frau von Selmir L. bemängelte gegenüber „Kronen“, sie kriege seit April keine Rückmeldung wegen Familiennachzugs: „Warteliste!“, heiße es nur. Der Zeitung zufolge berichten andere Amtsbesucher Ähnliches: Am Telefon hebe niemand ab, vor Ort heiße es, man solle ein E-Mail schreiben, die Mitarbeiter sagen nur, es sei eben Corona.
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Der „Kronen“-Besuch vor Ort bestätigte somit die Kritik in Zusammenhang mit dem Missmanagement der Behörde, die ein MA 35 Mitarbeiter im „Ö1-Morgenjournal“ am Dienstag anonym geäußert hatte. Er gab zu, dass die Anrufe der Antragsteller von ihm und seinen Kollegen tatsächlich ignoriert werden aus Befürchtung, es würde sie dazu ermutigen, beim Amt massenhaft persönlich zu erscheinen. Der Informant zeigte Verständnis für die Aufregung der Antragsteller, sprach aber zugleich von der Überlastung der Stelle, die durch die Coronavirus-Krise weiter verschärft würde.
Daraufhin räumte der zuständige NEOS-Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr am Dienstag „Schwierigkeiten bei der Erreichbarkeit“ in einigen Bereichen der MA 35 ein und kündigte eine Beschleunigung der Verfahren und eine Aufstockung des Personals um zehn Prozent an. Wiederkehr begründete die Zustände mit der Corona-Pandemie, in der alles auf Brief- oder Mailverkehr umstellen musste, was bei 150.000 Verfahren pro Jahr „eine sehr große Herausforderung“ sei.
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