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Die für Erwachseneninhalte bekannte Plattform „OnlyFans“ will sexuell explizite Videos verbieten

© REUTERS / Andrew KellyOnlyFans-Webseite (Symbolbild)
OnlyFans-Webseite (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.08.2021
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Die Online-Abo-Plattform „OnlyFans“, die viele Sexarbeiter nutzen, um Fans explizite Inhalte zu verkaufen, wird ihren Nutzern das Posting von Material mit „sexuell eindeutigem Verhalten“ untersagen. Darüber informierte Bloomberg am Donnerstagabend.
Nach Informationen der Agentur sollen die Änderungen ab 1. Oktober in Kraft treten. Diese werden vorgenommen, um Forderungen der Bankpartner und Zahlungsanbieter nachzukommen. „Um die langfristige Nachhaltigkeit der Plattform zu gewährleisten und weiterhin eine integrative Gemeinschaft von Künstlern und Fans zu beherbergen, müssen wir unsere Inhaltsrichtlinien weiterentwickeln“, zitiert Bloomberg die Begründung von OnlyFans, die mehr Hinweise in Bezug auf die neue Politik zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen will.
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Die Nachricht enttäuschte einige der Sexarbeiter, die im Laufe der Corona-Pandemie auf die Auszahlungen von „OnlyFans“ angewiesen waren. Die Entscheidung löste auch eine lebendige Diskussion unter Twitter-Nutzern aus. Einige stellten den Verzicht auf sexuell explizite Inhalte grundsätzlich in Frage. „Weitere Nachrichten: McDonald's wird keine Burger und Pommes mehr verkaufen, sondern nur noch Salate anbieten“, ironisierte der Star-Trek-Schauspieler George Takei.
Viele verglichen die Änderung mit der Entscheidung der Blogging-Website „Tumblr“, sexuell eindeutige Inhalte im Jahr 2018 zu verbieten. „Tumblr“, das 2013 von Yahoo für 1,1 Milliarden US-Dollar (1,6 Milliarden Euro) gekauft wurde, wurde 2019 für nur drei Millionen US-Dollar (4,2 Millionen Euro) an den WordPress-Besitzer „Automattic“ verkauft. „Tumblr hat Pornografie verboten und (somit – Anm. d. Ver.) die Webseite getötet“, schrieb die „New York Times“ Bestseller-Autorin Roxane Gay und fügte hinzu: „Zahlungsdienstleister, die versuchen, die Moral zu diktieren, sind ... lächerlich.“
Medienberichten zufolge müht sich die in London ansässige Firma derzeit ab, externe Investoren anzulocken. Seit letztem Frühjahr lehnten laut „Axios“ mehrere kapitalkräftige Unternehmen den Investitionsvorschlag ab und führten dabei nicht einmal eine ernsthafte Due-Diligence-Prüfung durch. „OnlyFans“ mit etwa 130 Millionen Nutzern erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Der Wert wird sich in diesem Jahr voraussichtlich mehr als verdoppeln.
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