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„Wir wissen, wie er endet“ – Selenski vergleicht Nord Stream 2 mit schlechtem Film

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankDer ukrainische Präsident Wladimir Selenski (Archiv)
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski (Archiv) - SNA, 1920, 19.08.2021
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Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski hat die Situation um die russische Gaspipeline Nord Stream 2 mit einem schlechten Film verglichen. „Und ich weiß, wie er endet“, sagte er am Donnerstag in einem Interview des ukrainischen Internetportals NV.
„Wir kennen das Ende dieses Films. Trotzdem gehen wir hin und schauen uns ihn an, denn wir glauben, dass das Ende doch noch anders werden könnte. Aber das wird nicht passieren, weil das ein bereits gedrehter Film ist. Sie (die Autoren) sind sich darüber im Klaren, wie sie gedreht haben, wie die Dramaturgie ist und wohin das alles führt. Die Geschichte liegt klar auf der Hand“, sagte Selenski.

Kiew befürchtet Milliardenverluste nach Pipelinestart

Die Inbetriebnahme der Ostseepipeline wird die Ukraine nach seinen Worten jährlich um mindestens zwei Milliarden US-Dollar bringen.
Die Position der USA und Deutschlands zur russischen Gasleitung sei für die Ukraine inakzeptabel. Das Thema Nord Stream 2 werde zu einer prinzipiellen Sicherheitsfrage bei seinem künftigen persönlichen Treffen mit US-Präsident Joe Biden werden, fügte Selenski hinzu.

Treffen Biden-Selenski für 31. August angesetzt

Früheren Meldungen zufolge ist ein Treffen Selenskis mit Biden für den 31. August angesetzt. Geplant ist auch ein Vier-Augen-Gespräch. Auf der Agenda stehen Probleme in Politik, Wirtschaft und im Sicherheitsbereich.
Gazprom Logo - SNA, 1920, 19.08.2021
Nord Stream 2: Gazprom sorgt mit Ankündigung für sinkenden Gaspreis in Europa

Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2

Die zu etwa 99 Prozent fertig gebaute Pipeline Nord Stream 2 hat einen geschätzten Wert von rund 9,5 Milliarden Euro. Erdgas aus Russland soll in die EU durch zwei parallel verlaufende Stränge von mehr als 2400 Kilometern Länge fließen – bis zu 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Das Projekt wird vom Betreiber Nord Stream 2 AG realisiert, an dem Russlands Gasgigant Gazprom der einzige Aktionär ist. Seine europäischen Partner – Royal Dutch Shell, OMV, Engie, Uniper und Wintershall – hatten sich verpflichtet, das Projekt jeweils mit 950 Millionen Euro zu finanzieren und somit die Hälfte der Kosten zu decken.
Mehrere Länder stemmen sich gegen das Vorhaben. Die USA behaupten, eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischem Gas zu befürchten, und wollten das Projekt mit Sanktionen stoppen, um russisches Pipelinegas in Europa durch ihr deutlich teureres verflüssigtes Erdgas (LNG) zu ersetzen.
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