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Taliban-Gegner in Afghanistan bitten Westen um Waffen

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankSituation in Afghanistan nach dem Machtwechsel
Situation in Afghanistan nach dem Machtwechsel  - SNA, 1920, 19.08.2021
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Die Widerstandskämpfer in der afghanischen Provinz Panjer, die nicht unter der Taliban-Kontrolle* steht, bitten westliche Länder um Waffenhilfe. Das geht aus einer Erklärung des Führers der Widerstandsvereinigung, Ahmad Massoud, hervor, die in der „Washington Post“ veröffentlicht wurde.
Der in der Zeitung als Führer der Widerstandsfront Afghanistans bezeichnete Ahmad Massoud ist demnach Sohn des Feldkommandeurs und Führers der „Nördlichen Allianz“, Ahmad Shah Massoud, der ebenfalls gegen die Taliban gekämpft hatte und im September 2001 tödlich verletzt wurde.
Den Worten von Ahmad Massoud zufolge haben die USA und ihre Verbündeten das Schlachtfeld verlassen, aber Amerika könne immer noch ein „großes Demokratie-Arsenal“ sein.

„Zu diesem Zweck bitte ich die Freunde Afghanistans im Westen, uns in Schutz zu nehmen – in Washington und New York, vor dem Kongress und der Biden-Administration sowie in London, wo ich mein Studium abgeschlossen habe, und in Paris, wo in diesem Frühjahr meines Vaters gedacht und eine Gartenallee der Champs-Élysée nach ihm benannt wurde“, erklärte der Widerstandsführer.

Nach Behauptung Massouds sind Soldaten der afghanischen Armee, die sich mit Waffen und Kampftechnik in die Provinz Panjer begeben würden, sowie Sondereinsatzkräfte seinem Aufruf gefolgt.

„Was auch immer geschehen mag, ich und meine Modschahed-Kämpfer werden Panjer als letztes Bollwerk der afghanischen Freiheit verteidigen. Unser Kampfgeist bleibt unverletzt. Wir wissen aus unserer Erfahrung, was uns bevorsteht. Aber wir brauchen mehr Waffen, mehr Munition und mehr Kriegsgerät“, heißt es in der Erklärung.

Indes haben die von dem selbsterklärten Interimspräsidenten Afghanistans, Amrullah Saleh, befehligten Kräfte den Bezirk Charikar in der Provinz Parwan wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Es wird weiter gekämpft.
Afghanistans Präsident Aschraf Ghani  - SNA, 1920, 19.08.2021
Afghanistan
Russlands Außenministerium macht flüchtigen Ghani für Lage in Afghanistan verantwortlich
In der Provinz Panjer waren die Hauptkräfte der US-geführten Nato-Truppen stationiert.
Im Jahr 1996, als die Taliban die Macht ergriffen hatten, hatten sie die Panjer-Schlucht nicht einnehmen können. Der Leiter der „Nördlichen Allianz“, Ahmad Shah Massoud, der sich in Panjer etabliert hatte, leistete ihnen Widerstand. In den 1980er Jahren kämpfte er auch gegen die sowjetischen Truppen.

Machtergreifung durch Taliban in Afghanistan

Vor dem Hintergrund des Abzugs des US-Militärkontingents aus Afghanistan haben die Taliban eine Offensive eingeleitet und alle größeren Städte besetzt. Präsident Aschraf Ghani ist aus dem Land geflüchtet.
Wie der amtliche Sprecher des politischen Büros der Taliban, Mohammad Naim, erklärte, sei der Krieg beendet. In nächster Zeit solle die neue Regierungsform bestimmt werden. Die Taliban wollten keine Übergangsregierung, so Naim.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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