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Nach der Flucht: Präsident Ghani will nach Afghanistan zurück, um „Gerechtigkeit“ herzustellen

© REUTERS / Facebook/Ashraf GhaniAfghanistans Präsident Ashraf Ghani
Afghanistans Präsident Ashraf Ghani - SNA, 1920, 19.08.2021
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Der geflohene afghanische Präsident Ashraf Ghani hat sich über die sozialen Netzwerke an die Nation gewendet und erklärt, er wolle in naher Zukunft nach Afghanistan zurückkehren, um allen Staatsangehörigen „Gerechtigkeit“ zu gewährleisten.
„Ich berate mich mit anderen, bis ich zurückkehre, damit ich meine Bemühungen um Gerechtigkeit für die Afghanen fortsetzen kann“, teilte Ghani am Mittwoch via Facebook mit. Er betonte, er habe sich entschieden, seine Landsleute zu verlassen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern und eine „große Katastrophe“ abzuwenden, als die Taliban* ihr Versprechen brachen, am Wochenende nicht in Kabul einzumarschieren. Ghani sagte, er werde die Ereignisse, die zu dieser Entscheidung führten, zu einem späteren Zeitpunkt erläutern.
Ghani nutzte außerdem die Gelegenheit, um frühere Berichte zu entkräften, wonach er das zentralasiatische Land mit Millionen im Schlepptau verlassen hätte. Laut dem im Exil lebenden Präsidenten sind solche Behauptungen völlig falsch und unbegründet. „Sie sind Lügen“, sagte Ghani in seiner Ansprache.
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Zudem begrüßte der Politiker die Gespräche zwischen Taliban-Vertretern und dem ehemaligen afghanischen Präsidenten Hamid Karzi. Der hatte vor kurzem angekündigt, eine Koalitionsgruppe ins Leben zu rufen, um den Frieden im Land zu sichern. „Ich hoffe, dass wir dies in den kommenden Tagen überwinden und Afghanistan Frieden und Stabilität erleben wird“, kommentierte Ghani die aktuellen Entwicklungen in seinem Land.

Im Exil

Laut früheren Berichten war Präsident Ashraf am Sonntag mit großen Geldsummen aus Afghanistan geflohen. Der Betrag belief sich einigen Spekulationen zufolge auf etwa 169 Millionen Dollar. Zunächst wurden Tadschikistan und Usbekistan als seine Aufenthaltsorte angegeben, bevor das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate am Mittwoch bestätigte, dass Ghani und seiner Familie die Einreise in das Land aus „humanitären Gründen“ gestattet wurde.
Tote und verletzte Zivilisten in Afghanistan

Allein zwischen 2009 und 2020 sind bei Kampfhandlungen in Afghanistan 17.483 Zivilisten gestorben, teilt die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) in ihrem Bericht mit, der im Juli veröffentlicht wurde. 32.375 Zivilisten wurden demnach verletzt. Das alles sind erfasste Fälle. Im laufenden Jahr (vom 1. Januar bis 30. Juni) hat es im Land 1659 zivile Todesopfer sowie 3524 verletzte Zivilisten gegeben, hieß es.

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Am Dienstag hatte der nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Biden, Jake Sullivan, während eines Pressebriefings mitteilt, dass der ehemalige afghanische Präsident „kein Faktor“ mehr in Afghanistan sei, weil er aus dem Land geflohen sei. Die Aussagen wurden am Mittwoch von der stellvertretenden US-Außenministerin Wendy Sherman bekräftigt.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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