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Geimpfte Delta-Infizierte laut Studie wohl ähnlich ansteckend wie Ungeimpfte – Netz reagiert

© CC0 / torstensimonVakzin gegen Coronavirus (Symbolbild)
Vakzin gegen Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.08.2021
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Wissenschaftler der Universität Oxford haben eine Untersuchung veröffentlicht, wonach die Viruslast bei Vollgeimpften, die sich mit der Delta-Variante des Coronavirus infiziert haben, ähnlich hoch wie bei Ungeimpften ist, die sich mit dieser Variante angesteckt haben.
Sofern sie sich anstecken, könnten Geimpfte damit unter Delta also ähnlich ansteckend wie Nichtgeimpfte sein, hieß es.
„Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist immer noch geringer, wenn Sie zwei Dosen erhalten haben. Aber wenn Sie es tun, haben Sie eine ähnliche Viruskonzentration wie jemand, der überhaupt nicht geimpft wurde“, zitiert die Agentur Sarah Walker, Professorin für medizinische Statistik und Epidemiologie an der Universität Oxford, die die Studie leitete.
Bei der Alpha-Variante sei die Viruslast bei Menschen, die sich trotz einer Impfung infizierten, noch deutlich niedriger gewesen. „Die Tatsache, dass wir eine höhere Viruslast sehen, deutet darauf hin, dass Herdenimmunität tatsächlich schwieriger werden könnte“, sagte der Wissenschaftler Koen Pouwels von der Universität. „Impfstoffe sind wahrscheinlich am besten geeignet, schwere Krankheiten zu vermeiden und etwas weniger, um die Übertragung zu verhindern.“
Inzwischen äußerte sich die prominente Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht auf Twitter zu dem Thema:
Auch mehrere Twitter-Nutzer meldeten sich zu Wort und sprachen sich unter anderem gegen den Impfdruck auf die Ungeimpften aus:
Für die Studie, die noch nicht von unabhängigen Experten geprüft wurde, analysierten die Wissenschaftler insgesamt Ergebnisse von mehr als drei Millionen Nasen- und Rachenabstrichen bei Erwachsenen in Großbritannien. Um die Zeiträume vor und nach der Verbreitung von Delta zu vergleichen, analysierten die Forscher etwa 2,58 Millionen Abstriche von rund 380.000 Erwachsenen zwischen Anfang Dezember und Mitte Mai sowie 810.000 Testergebnisse von 360.000 Teilnehmern zwischen Mitte Mai und Anfang August.
Die Wissenschaftler kamen auch zu dem Ergebnis, dass der Schutz vor einer Infektion 90 Tage nach der zweiten Impfung mit Biontech/Pfizer bei 75 Prozent und bei Astrazeneca bei 61 Prozent lag. Zwei Wochen nach der zweiten Dosis habe dieser noch bei 85 Prozent beziehungsweise 68 Prozent gelegen. „Diese Daten sagen uns aber nichts über das Schutzniveau gegen schwere Krankheiten und Krankenhausaufenthalte, zwei sehr wichtige Faktoren, wenn man die Wirksamkeit der Impfstoffe betrachtet“, gab Pouwels zu bedenken. Die Forscher gaben keine Prognose darüber ab, um wie viel der Schutz im Laufe der Zeit noch abnehmen könnte, legten jedoch nahe, dass die Wirksamkeit beider Impfstoffe vier bis fünf Monaten nach der zweiten Impfung ähnlich sein dürfte.
Ein Fläschchen mit dem russischen Sputnik V-Impfstoff  - SNA, 1920, 19.08.2021
Russland entwickelt neue Variante von Sputnik-Impfstoff gegen Delta-Stamm
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