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Finita la corrida: Stadt in Spanien macht Schluss mit Kämpfen nach Kritik an Stiernamen

© AP Photo / Domenico StinellisEin Stierkampf (Symbolbil)
Ein Stierkampf (Symbolbil) - SNA, 1920, 19.08.2021
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Wegen Kritik in Zusammenhang mit umstrittenen Namen von Stieren beim letzten Stierkampf hat die Verwaltung von Gijón im Norden Spaniens beschlossen, dass die Stadt nicht mehr als Gastgeber für die traditionelle Stierkampfmesse Begoña auftreten werde. Darüber berichtet das spanische Blatt „20 Minutos“ am Mittwochnachmittag.
„Die Stierkampfmesse ist vorbei“, zitiert das Blatt die Bürgermeisterin von Gijón, Ana González. Die Entscheidung kam als Reaktion auf zwei Stiere des spanischen Stierkämpfers Morante de la Puebla, die am vergangenen Sonntag auf der Stierkampfarena „El Bibio“ kämpften. Insbesondere ihre Namen – „Feminista“ und „Nigeriano“ – sorgten dem Blatt zufolge in den sozialen Netzwerken für großes Unbehagen bei Frauen- und Tierschutzverbänden.
Bogenschütze (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.08.2021
Autonomer Schießbogen, der immer trifft
Die Plataforma Feminista d'Asturies verurteilte die Messe als „Sadismus“ und warf allen Beteiligten vor, kein Mitleid mit den Tieren zu haben. „Ist das die Art von Verhalten, die der Feminismus fördert? Ganz im Gegenteil“, so die Aktivistinnen. Ihnen schloss sich die Nationale Vereinigung der Tiere mit Rechten und Freiheit (ANADEL) an und klagte nach Angaben die Bürgermeisterin der Stadt an.
González betonte, der Stierkampf sei in den letzten Jahren „eindeutig in Frage gestellt“ worden. Somit habe der Vorfall den bereits vorgesehenen Beschluss vorangetrieben, so die Bürgermeisterin. Der Stadtrat soll deshalb die 2016 unterzeichnete Konzession für die Durchführung der Messe nicht zum dritten Mal verlängern, was bislang etwa 50.000 Euro jährlich in die Stadtkasse brachte. Wenn die Welt des Stierkampfes das sei, was beim letzten Stierkampf der Messe zu sehen war, argumentierte der Stadtrat, dann „trägt sie nicht allzu viel zu einer Stadt wie Gijón bei“.
„Eine Stadt, die an die Gleichberechtigung von Frauen und Männern glaubt, die an die Integration glaubt, an Türen, die allen offen stehen, kann so etwas nicht zulassen“, zitiert das Blatt den Stadtrat von Gijón.
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