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Afghanistan
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Biden deutet Schwierigkeiten bei Evakuierung afghanischer Ortshelfer an

© REUTERS / STRINGERFrauen und Kinder versuchen nach der faktischen Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan, ins Gebäude des Flughafens in Kabul einzudringen, 16. 08. 2021
Frauen und Kinder versuchen nach der faktischen Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan, ins Gebäude des Flughafens in Kabul einzudringen, 16. 08. 2021 - SNA, 1920, 19.08.2021
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US-Präsident Joe Biden hat gegenüber dem Fernsehsender ABC Probleme bei der Evakuierung von Afghanen aus Kabul wegen des Vorgehens der islamistischen Bewegung Taliban angedeutet.
Die Taliban, die am 15. August die Kontrolle über die afghanische Hauptstadt übernommen hatten, zeigten sich zwar kooperativ und ließen amerikanische Staatsbürger und Botschaftsmitarbeiter ausreisen, so Biden in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview.
„Wir haben aber ein bisschen mehr Schwierigkeiten, die rauszubekommen, die uns halfen, als wir dort waren“, sagte der US-Staatschef mit Blick auf die Evakuierung früherer afghanischer Mitarbeiter der US-Behörden und Streitkräfte.
Der Flughafen selbst wird inzwischen vom US-Militär kontrolliert. Berichten zufolge errichteten die Taliban Checkpoints vor dem Flughafen. Viele Afghanen, aber auch manche Ausländer, würden nicht zum Flughafen durchgelassen.
Bidens NationalerSicherheitsberater Jake Sullivan teilte bei einem Briefing am Dienstag mit, dass eine „sehr große Zahl von Menschen“ es geschafft habe, zum Flughafen zu kommen. Man kommuniziere mit der Taliban über die Berichte, wonach Menschen bei dem Versuch, zum Flughafen zu gelangen, zurückgeschickt oder sogar geschlagen worden seien.
Sollte die Taliban-Bewegung die Sicherheit der Wege zum Flughafen nicht gewähren, werde sie in Folge mit „vollem Gewicht und Kraft“ der US-Militärs rechnen müssen, sagte am Dienstag die Sprecherin der US-Administration, Jen Psaki.
Nach ihren Informationen befinden sich ungefähr 11.000 Menschen in Afghanistan, die sich als US-Staatsangehörige identifizieren. Die Zahl der afghanischen Ortshelfer, die für sich und ihre Familienangehörigen ein spezielles US-Visum beantragt haben, schätzte Psaki früher auf Zehntausende ein.
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin versicherte am Mittwoch im Pentagon, das Militär werde „alles tun, was in unserer Macht steht“, um die Lage zu entschärfen und dafür zu sorgen, dass die Menschen zum Flughafen durchgelassen werden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
Laut Austin ist es dem US-Militär allerdings nicht möglich, seinen Einsatz auf Kabul auszuweiten. Dafür seien deutlich mehr Truppen nötig, was auch angesichts des Zeitplans schwierig sei.
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Lage in Afghanistan

Die Taliban sind seit dem Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan landesweit auf dem Vormarsch. Die afghanische Regierung hatte sich zur Machtübergabe bereiterklärt, Präsident Aschraf Ghani floh ins Ausland und gestand in einer Facebook-Botschaft die Niederlage gegen die Taliban ein.
Die USA, Deutschland und weitere westliche Staaten haben ihre Botschaften in Kabul übereilt räumen und das Botschaftspersonal hastig evakuieren müssen. Am Flughafen Kabul kam es zum Tumult. Mehrere Menschen versuchten mit allen Mitteln, das Land zu verlassen. Einige klammerten sich an ein startendes Transportflugzeug der US-Armee. Inzwischen ist von mindestens zehn Toten infolge der chaotischen Zustände die Rede.
Tote und verletzte Zivilisten in Afghanistan

Allein zwischen 2009 und 2020 sind bei Kampfhandlungen in Afghanistan 17.483 Zivilisten gestorben, teilt die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) in ihrem Bericht mit, der im Juli veröffentlicht wurde. 32.375 Zivilisten wurden demnach verletzt. Das alles sind erfasste Fälle. Im laufenden Jahr (vom 1. Januar bis 30. Juni) hat es im Land 1659 zivile Todesopfer sowie 3524 verletzte Zivilisten gegeben, hieß es.

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Nach einer Vereinbarung der Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump mit den Taliban vom letzten Jahr sollte der Abzug der Nato-Truppen schrittweise erfolgen. US-Präsident Joe Biden setzte jedoch den 31. August als Endtermin für den Truppenabzug an. Parallel zu den USA zogen auch die anderen Nato-Truppen aus Afghanistan ab, darunter die Bundeswehr.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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