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Baerbock: Mit Taliban reden, um Menschenleben zu retten

© REUTERS / ANNEGRET HILSEGrünen-Kandidatin Annalena Baerbock
Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock - SNA, 1920, 19.08.2021
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Angesichts der dramatischen Situation in Afghanistan hat die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock für Gespräche mit den militant-islamistischen Taliban* plädiert.
„Die einzige Möglichkeit, jetzt Menschen wirklich noch in Sicherheit zu bringen, die mit dem Tod bedroht sind, ist, mit den Taliban darüber zu sprechen, dass diese Menschen noch zum Flughafen gebracht werden können“, sagte die Grünen-Politikerin Annalena Baerbock am Donnerstag im WDR.

„Aber was wir nicht machen können, ist diese Regierung anzuerkennen, weil sie nicht die legitime Regierung ist, es ist eine islamistische Terrororganisation.“

Die Bundesregierung habe in den vergangenen Wochen bei der Afghanistan-Politik versagt und Warnungen nicht ernst genommen, so dass viele Ortskräfte nun in dem Land festsäßen. „Man muss sich nochmal vorstellen: Das sind Frauen, die sich jetzt irgendwo in Kabul verstecken, das sind Köche, das sind Dolmetscher mit Familienangehörigen, mit Kindern dabei, und deswegen gilt es jetzt alles zu tun, um diese Leben zu retten.“ Dazu gehöre auch, mit den Taliban zu reden.
Momentan müsse der absolute Fokus auf der Rettung der Menschen liegen, betonte Baerbock. Danach müsse die Bundesregierung mit den Amerikanern und den Kanadiern zusammenkommen, um darüber zu sprechen, wie die nächsten Wochen in Afghanistan gestaltet werden könnten.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
Deutschlands humanitäre Hilfe für Afghanistan

Die Bundesregirung hat im Rahmen ihres Afghanistan-Engagements von 2001 bis 2020 insgesamt rund 425 Millionen Euro für Maßnahmen der humanitären Hilfe bereitgestellt. Dies folgt aus einer Antwort des Bundeskabinetts auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag im April dieses Jahres. Schwerpunkte waren die Bereiche Binnenvertriebene und Rückkehrer, Ernährungssicherung, Wasser-, Sanitär und Hygieneversorgung, Unterkunft, Schutz und Gesundheit sowie humanitäre Katastrophenvorsorge. Deutschland unterstützte auch Projekte des humanitären Minen- und Kampfmittelräumens und der Minenopferfürsorge.

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