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„China lacht uns aus“: Trump nennt Afghanistan-Abzug die „größte Blamage in der US-Geschichte“

© AP Photo / LM OteroDonald Trump (Symbolbild)
Donald Trump (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.08.2021
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In einem Interview für dem Sender Fox News am Dienstag hat der Ex-Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, die Umstände des US-Truppenabzugs aus Afghanistan scharf kritisiert.
„Es geht nicht um das Konzept des Rückzugs“, verteidigte Trump seinen Deal mit den Taliban* im politischen Talk-Show „Hannity“. Es sei die Art und Weise, wie sich die US-Truppen zurückgezogen hätten, so der Republikaner. Nach seinen Worten war dem politische Führer der Taliban*, Mullah Abdul Ghani Baradar, bei den Verhandlungen klargemacht worden, er müsste mit Konsequenzen rechnen, sollte man sich nicht an die Bedingungen der Vereinbarung halten. Anders als Biden hätte Trump eine „sichere und rasche Operation“ durchgeführt.
„Wenn China das sieht, sind sie so glücklich und lachen uns aus (...). Das ist die größte Blamage in der Geschichte unseres Landes“, betonte Trump.
Diese Blamage werde auch auf die US-Außenbeziehungen in den kommenden Jahrzehnten Auswirkungen haben. Laut Trump ist es eine „schreckliche Zeit für unser Land“ und die „demütigendste Periode“, die er je erlebte habe. Die US-Mission in Afghanistan habe sich generell als Treibsand entpuppt. „Ich weiß, dass die Familie Bush nicht glücklich sein wird, aber ich glaube, es war die schlechteste Entscheidung in der Geschichte unseres Landes, als wir beschlossen, in den Nahen Osten zu gehen. (...) Wir haben den Nahen Osten zerstört“, sagte Trump im Interview.
„Glauben Sie, dass es heute besser ist als vor 20, 21 Jahren? Es ist viel schlimmer. Es war eine furchtbare Entscheidung, die uns Billionen Dollar gekostet hat.“
Der ehemalige US-Präsident verglich die jährlichen Staatsausgaben für den Einsatz in Afghanistan mit dem russischen Militärhaushalt. „Wir haben 42 Milliarden Dollar pro Jahr ausgegeben. Stellen Sie sich das vor, 42 Milliarden. Soweit ich weiß, gibt Russland 50 Milliarden Dollar pro Jahr für sein gesamtes Militär aus, wir geben 42 Milliarden Dollar aus“, meinte Trump bei „Hannity“. „Und wir bekommen nichts“, stellte er fest.
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump spricht zu seinen Anhängern während der Save America Rally in Sarasota, Florida - SNA, 1920, 16.08.2021
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Trump sagte zudem, die Afghanen gehörten zu den bestbezahlten Soldaten der Welt, und unterstellte ihnen Bestechlichkeit. Er argumentierte, afghanische Soldaten kümmerten sich nur um ihren Sold, „denn sobald wir aufhörten, sobald wir weg waren, hörten sie auf zu kämpfen“. „Tatsache ist, dass unser Land den afghanischen Soldaten ein Vermögen gezahlt hat, so dass wir sie gewissermaßen bestochen haben, damit sie kämpfen“, so Trump weiter.

Blamage beim Truppenabzug – wer ist nun schuld?

Mitte April hatte US-Präsident Joe Biden seine Entscheidung verkündet, die US-Militärpräsenz in Afghanistan zu beenden. Als der Abzug fast abgeschlossen war, drängten Taliban-Kämpfer in Kabul ein und übernahmen am Sonntag die Macht im Land.
Joe Biden und Boris Johnson auf einem G7-Gipfel am 12. Juni 2021 (Archivbild) - SNA, 1920, 18.08.2021
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Die Machtübernahme durch die Taliban kam für viele überraschend, denn Präsident Biden hatten vor den Medien die Kompetenz und Stärke der afghanischen Streitkräfte versichert. Die US-Geheimdienste hatten den raschen Fall Afghanistans an die Islamisten jedoch vorausgesagt.
Ein Vertreter der Biden-Administration machte den ehemaligen Präsidenten Trump für das gegenwärtige Chaos in Kabul verantwortlich. Laut dem Sicherheitsberater Bidens war beim Einzug ins Weiße Haus kein ausgearbeiteter Plan für den Abzug des amerikanischen Personals aus Afghanistan vorhanden.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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