Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nachtnews: Österreich will keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, Flug aus Kabul in Frankfurt gelandet

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 18.08.2021
Abonnieren
Österreich will keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen; Evakuierte aus Kabul in Frankfurt gelandet; Kramp-Karrenbauer will Auslandseinsätze überprüfen; Jetzt fast 2000 Tote auf Haiti; Hund erschnüffelt in französischem Altersheim Corona-Infektionen; Schicksal eines Vermissten in Höllentalklamm weiter unklar
SNA präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

Österreich will keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen

Österreichs Regierung sieht die Lage in Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban nicht als Grund dafür, weitere Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Innenminister Karl Nehammer von der ÖVP sagte der „Welt“:

„Illegale Migration, die durch ein Dutzend sichere Länder verläuft, und wo sich Migranten ein Zielland einfach aussuchen, muss gestoppt werden. Es gibt keinen Grund, warum ein Afghane jetzt nach Österreich kommen sollte.”

Gefragt seien vielmehr die Nachbarländer Afghanistans, um Schutz und Hilfe in der Region sicherzustellen. Nehammer verweist darauf, dass Österreich in den vergangenen fünf Jahren mehr als 130.000 Menschen Schutz gewährt habe und damit an dritter Stelle der EU-Mitgliedsländer liege. Alleine knapp 35.000 Menschen davon kamen seither aus Afghanistan, der Großteil davon junge Männer, die oftmals mit geringem Bildungsniveau oder als Analphabeten eine große Herausforderung für das Integrations- und Sozialsystem darstellten. Alleine das zeige klar und deutlich, dass die Diskussion über zusätzliche Aufnahme für Österreich kein großes Thema sein könne.

Evakuierte aus Kabul in Frankfurt gelandet

In Frankfurt ist eine Lufthansa-Maschine mit rund 130 Evakuierten aus Kabul gelandet. Der Airbus 340 kam aus Taschkent. Gestern hatte ein Transportflugzeug der Bundeswehr dieLuftbrücke zur Rettung von Deutschen und Afghanen aufgenommen und die Menschen in die usbekische Hauptstadt geflogen. Am Abend startete in Kabul ein weiterer Evakuierungsflug der Bundeswehr. An Bord des Transportflugzeugs A400M in Richtung Taschkent seien 139 Menschen, teilte Außenminister Heiko Maas im ZDF mit. Heute sollen sie nach Deutschland gebracht werden.

Kramp-Karrenbauer will Auslandseinsätze überprüfen

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will als Konsequenz aus dem Afghanistan-Einsatz die Auslandseinsätze der Bundeswehr überprüfen. Die CDU-Politikerin sagte dies gegenüber der „Rheinischen Post“. Man müsse aus diesem Einsatz Lehre ziehen. Deshalb werde man die anderen Auslandseinsätze der Bundeswehr dahingehend überprüfen, ob man gut aufgestellt sei und was man möglicherweise besser machen müsse. Die Ministerin sprach von bitteren Bildern aus Afghanistan. Sie rate daher, den Einsatz genau zu analysieren. Man sollte aber auch anerkennen, was die Bundeswehr in den letzten 20 Jahren geleistet habe.
Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivbild) - SNA, 1920, 17.08.2021
Afghanistan
Flughafen von Kabul: AKK will „richtige Luftbrücke mit Amerikanern aufbauen“

Jetzt fast 2000 Tote auf Haiti

Die vorläufige Zahl der Erdbeben-Todesopfer in Haiti ist noch einmal um mehr als 500 auf 1941 gestiegen. Mehr als 9900 Menschen seien verletzt worden, teilte die haitianische Zivilschutzbehörde auf Twitter mit. Einen Tag zuvor waren es noch 1419 bestätigte Tote gewesen. Die Such- und Rettungsarbeiten gingen am Dienstag weiter, nachdem der Tropensturm „Grace“ in der Nacht über das betroffene Gebiet auf der südhaitianischen Halbinsel Tiburon hinweggefegt war und mancherorts Überschwemmungen verursacht hatte. Zehntausende Menschen, die im Beben ihr Zuhause verloren hatten, konnten sich mit Zelten und Planen nur notdürftig schützen.

Hund erschnüffelt in französischem Altersheim Corona-Infektionen

Erstmals ist in Frankreich ein speziell ausgebildeter Corona-Spürhund in einem Altersheim im Einsatz. Pokaa, ein zwei Jahre alter Golden Retriever, soll künftig regelmäßig Bewohner und Angestellte des elsässischen Heims auf eine Infektion mit dem Virus testen, wie die Ausbilder des Hundes vom Verein Handi'Chiens der dpa sagten. Pokaa kann dank einer vierwöchigen Zusatzausbildung an einer französischen Hochschule für Veterinärmedizin das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus in Schweißproben erschnüffeln. Dass Hunde in der Lage sind, mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn Corona-Infektionen aufzuspüren, ist wissenschaftlich belegt.

Schicksal eines Vermissten in Höllentalklamm weiter unklar

Nach der Flutwelle in der Höllentalklamm an der Zugspitze und dem Fund einer Frauenleiche ist das Schicksal eines zweiten Vermissten weiter unklar. Wie es weitergeht, wollen die Rettungskräfte heute entscheiden. Gestern hatten sie die Suche eingestellt. Zuvor war eine Frau tot aus dem Wasser geborgen worden. Unklar war zunächst noch, wer die Frau ist und wer der noch Vermisste. Acht Menschen waren am Montagabend nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerettet worden.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала