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Merkel und Biden vereinbaren Kooperation von Militärs beider Länder am Flughafen Kabul

© REUTERS / U.S. CENTRAL COMMAND PUBLIC AFFAGeneral Frank McKenzie, Befehlshaber des Zentralen US-Kommandos, am Flughafen von Kabul, 17. August 2021
General Frank McKenzie, Befehlshaber des Zentralen US-Kommandos, am Flughafen von Kabul, 17. August 2021 - SNA, 1920, 18.08.2021
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Deutschland und die USA wollen mit Blick auf die Lage in Afghanistan weiter eng kooperieren. Kanzlerin Angela Merkel telefonierte dazu mit US-Präsident Joe Biden, wie das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung am Mittwoch mitteilte.
„Bundeskanzlerin Merkel betonte dabei aus deutscher Sicht die Notwendigkeit, möglichst vielen afghanischen Bürgerinnen und Bürgern, die Deutschland unterstützt haben, die Ausreise zu ermöglichen. Die Bundeskanzlerin und Präsident Biden vereinbarten weitere enge Zusammenarbeit, auch zwischen der Bundeswehr und amerikanischen Sicherheitskräften am Flughafen Kabul. Sie waren sich einig, möglichst viele schutzbedürftige Menschen auszufliegen“, hieß es in der Mitteilung.
Darüber hinaus habe Merkel mit Usbekistans Präsidenten Schawkat Mirsijojew telefoniert, dem die Bundeskanzlerin für die logistische Unterstützung bei der Durchführung der deutschen Evakuierungsflüge dankte. Usbekistan soll Drehscheibe für den Evakuierungseinsatz werden.
Außerdem hatte Merkel am Vortag mit führenden Repräsentanten von Pakistan und dem Emirat Katar gesprochen. „In allen Telefonaten bekräftigte die Bundeskanzlerin die Forderung an die Taliban, auf Gewalt zu verzichten, Menschenrechte zu achten und all jenen freies Geleit zu gewähren, die Afghanistan verlassen wollten.“

Situation in Afghanistan

Die Lage in Afghanistan hat sich in den letzten Wochen nach einer raschen landesweiten Offensive der radikal-islamischen Bewegung Taliban* und der Übernahme der Kontrolle über alle Grenzübergangspunkte des Landes zugespitzt. Am 15. August marschierten die Taliban kampflos in Kabul ein und besetzten den Präsidentenpalast. Staatschef Aschraf Ghani verließ Afghanistan, um „ein Gemetzel zu verhindern“, wie er sagte.

"Der Krieg im Land ist vorbei"

In der Nacht zum 16. August erklärte Taliban-Sprecher Mohammed Naim gegenüber dem TV-Sender Al Jazeera, dass „der Krieg im Land vorbei ist“. Bald werde klar sein, wie das Land künftig regiert werde.
Taliban-Kämpfer in Kabul - SNA, 1920, 18.08.2021
Afghanistan
Westen in Afghanistan komplett gescheitert? Warum Kabul kampflos an Taliban fiel – Konfliktforscher
Zum weiteren Vorgehen äußerte sich Naim überraschend versöhnlich: man wolle mit allen Beteiligten Frieden, schütze afghanische Persönlichkeiten und diplomatische Vertretungen sowie suche den Dialog mit der Staatengemeinschaft.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist
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