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Afghanistan
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Rund 130 aus Kabul Evakuierte an Bord: Lufthansa-Jet in Frankfurt gelandet

© REUTERS / THILO SCHMUELGENAus Kabul Evakuierte deutsche Staatsbürger im Flughafen Frankfurt, der 18. August 2021
Aus Kabul Evakuierte deutsche Staatsbürger im Flughafen Frankfurt, der 18. August 2021  - SNA, 1920, 18.08.2021
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In Frankfurt ist am frühen Mittwochmorgen eine Lufthansa-Maschine mit rund 130 Evakuierten aus Kabul gelandet, meldet die Deutsche Presse-Agentur.
Der Airbus 340 kam demzufolge aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Der Langstreckenjet wurde von der Bundesregierung gechartert. Wie ein Sprecher am Dienstag gegenüber der Agentur bekanntgab, werde die Lufthansa in Absprache mit der Bundesregierung auch Evakuierungsflüge aus Doha in Katar und möglicherweise auch aus anderen Anrainerstaaten Afghanistans anbieten. Für die nächsten Tage sei eine noch unbekannte Zahl von Flügen geplant.
Am Dienstag teilte das deutsche Außenministerium mit, eine A400M sei in Kabul erneut mit 139 Menschen an Bord in Richtung Usbekistan gestartet, darunter deutsche, andere europäische und afghanische Staatsbürger.
„Die Luftbrücke soll auch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden, sofern es die Sicherheitslage irgendwie zulässt.“
Nunmehr seien mehr als 260 Personen aus Afghanistan ausgeflogen worden, schrieb das deutsche Verteidigungsministerium am Dienstagabend auf Twitter. Solange es gehe, werde man weiter evakuieren.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte der Außenminister Heiko Maas am Dienstagabend, dass sich derzeit 180 Personen am Flughafen Kabul befinden, die ausgeflogen werden können.
Die Taliban ließen dem Amtschef zufolge nur ausländische Staatsbürger zum Flughafen durch. Es sei nun wichtig, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten und anderen Partnern Lösungen dafür zu finden, dass auch Ortskräfte ausgeflogen werden können.
2500 Ortskräften habe man im Vorfeld die Einreise nach Deutschland genehmigt, sagte Maas in einer Sendung des Fernsehsenders ZDF mit. Von den 2500 seien 1900 Menschen bereits in Deutschland. Die anderen seien auf anderem Weg ausgereist.
Nach Informationen des deutschen Verteidigungsamtes ist der Flughafen in Kabul geschlossen. Für Mittwoch seien aber vier Evakuierungsflüge geplant. Laut Maas sind die Tore am Flughafen im Moment geschlossen. Alle Mitarbeiter der deutschen Botschaft seien in Sicherheit. Keinem sei etwas passiert. Ein Kernteam verbleibe vorläufig am Flughafen.
Deutschlands humanitäre Hilfe für Afghanistan

Die Bundesregirung hat im Rahmen ihres Afghanistan-Engagements von 2001 bis 2020 insgesamt rund 425 Millionen Euro für Maßnahmen der humanitären Hilfe bereitgestellt. Dies folgt aus einer Antwort des Bundeskabinetts auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag im April dieses Jahres. Schwerpunkte waren die Bereiche Binnenvertriebene und Rückkehrer, Ernährungssicherung, Wasser-, Sanitär und Hygieneversorgung, Unterkunft, Schutz und Gesundheit sowie humanitäre Katastrophenvorsorge. Deutschland unterstützte auch Projekte des humanitären Minen- und Kampfmittelräumens und der Minenopferfürsorge.

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Lage in Afghanistan

Die Taliban* hatten am Sonntag die Hauptstadt Kabul erreicht. Die islamistischen Kämpfer sind seit dem Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan landesweit auf dem Vormarsch. Die afghanische Regierung hat sich zur Machtübergabe bereiterklärt, Präsident Aschraf Ghani floh ins Ausland und gestand in einer Facebook-Botschaft die Niederlage gegen die Taliban ein.
Die USA, Deutschland und weitere westliche Staaten haben ihre Botschaften in Kabul übereilt räumen und das Botschaftspersonal hastig evakuieren müssen. Am Flughafen Kabul kam es zum Tumult. Mehrere Menschen versuchten mit allen Mitteln, das Land zu verlassen. Einige klammerten sich an ein startendes Transportflugzeug der US-Armee. Inzwischen ist von mindestens zehn Toten infolge der chaotischen Zustände die Rede.
Rüstungsexporte (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.08.2021
„Fairer Anteil“ an US-Ausrüstung in Afghanistan nun bei Taliban – Sicherheitsberater
Nach einer Vereinbarung der Regierung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump mit den Taliban vom letzten Jahr sollte der Abzug der Nato-Truppen schrittweise erfolgen. Der US-Präsident Joe Biden setzte jedoch den 31. August als Endtermin für den Truppenabzug an. Parallel zu den USA zogen auch die anderen Nato-Truppen aus Afghanistan ab, darunter die Bundeswehr.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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