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Bleivergiftungen: Mit mehr Technik wächst auch das Risiko – Studie

Blei (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.08.2021
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Mit mehr Metallproduktion kommen auch mehr Bleivergiftungen. Das besagt eine Studie, die Skelette aus über 12.000 Jahren auf das Schwermetall untersucht hatte. Bei der gegenwärtigen immer stärker von Technik – und damit auch Blei – durchdrungenen Welt blüht der Menschheit nichts Gutes.
Metallgewinnung und Bleivergiftungen gehen in der Geschichte unserer Zivilisation Hand in Hand. Mit ansteigender Produktion, steigen auch die Vergiftungszahlen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem mit Kollegen aus Wien und Rom in einer Studie. Sie hatten die sterblichen Überreste von Menschen auf einem italienischen Friedhof untersucht, der praktischerweise seit 12.000 Jahren „in Betrieb“ ist.
Dort konnten sie ablesen, wie mit dem Anstieg der Bleiproduktion bei den Menschen aus der Zeit auch das in den Knochen absorbierte Blei anstieg. Dabei mussten diese nicht einmal im metallproduzierenden Gewerbe gearbeitet haben. Ein besonders starker Anstieg etwa lässt sich etwa vor 2500 Jahren feststellen, als die Herstellung von Münzen begann, die im antiken Rom ihren Höhepunkt erreichte und im Mittelalter abfiel. Vor eintausend Jahren stieg sie wieder, zunächst durch den Silberanbau in Deutschland, später in Amerika und zuletzt durch die Industrielle Revolution.

Schwermetallvergiftung - so alt wie die Menschheit selbst

Und das gilt auch heute, wo Blei nicht nur mit Feinstaub in unsere Atemwege gelangt, sondern auch ans Ohr gehalten wird – in Form des neusten iPhones. Es bleibt beileibe nicht nur bei dem beliebten Gerät, sondern gilt für allerhand technischer Gerätschaften und Batterien, die die Menschheit in immer größeren Mengen produziert. In diesem Zusammenhang sprechen die Autoren auch eine Warnung aus:

„Die Dokumentation von Bleiverschmutzung durch die gesamte Menschheitsgeschichte zeigt auf beeindruckende Weise, dass sich Produktion in Schwermetallbelastung niederschlägt. Um es einfacher auszudrücken: Je mehr Blei wir produzieren, desto mehr Menschen werden es in sich aufnehmen. Das hat hochgiftige Auswirkungen“, erklärt Hauptautor der Studie Yigal Erel.

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