Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde
 - SNA, 1920
Afghanistan
Aktuelle Nachrichten aus Afghanistan

USA fliegen laut Bericht einmalig 640 Afghanen aus – Bundeswehrmaschine holt nur sieben Menschen

© REUTERS / COURTESY OF DEFENSE ONEEtwa 640 Afghanen sitzen auf dem Boden eines US-amerikanischen Transportflugzeuges, 15. August 2021 in Kabul.
Etwa 640 Afghanen sitzen auf dem Boden eines US-amerikanischen Transportflugzeuges, 15. August 2021 in Kabul.  - SNA, 1920, 17.08.2021
Abonnieren
Das Internetportal „Defense One“ hat am Montag ein Foto des vollgepackten Innenraums einer US-Transportmaschine vom Typ C-17 veröffentlicht, in dem Hunderte von Afghanen auf dem Boden sitzen. Sie sollen bereits nach Katar in Sicherheit gebracht worden sein.
Wie „Defense One“ berichtete, hätten sich panische afghanische Zivilisten in Kabul in ein halb geöffnetes US-Flugzeug gezogen. Die Besatzung habe sich entschieden zu fliegen, statt die Menschen von Bord zu zwingen. Allerdings habe die US-Maschine die rund 640 Menschen nicht in die USA, sondern nach Katar gebracht, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dort seien die Zivilisten aus dem Flugzeug ausgestiegen. Dabei ist die riesige Frachtmaschine nach Boeing-Angaben nur für bis zu 134 Passagiere geeignet.
Das US-Verteidigungsministerium hat den Bericht bisher noch nicht bestätigt. Auf Twitter wird das Foto mit den Afghanen auf dem Flugzeugboden jedoch breit diskutiert – auch die Frage, warum die meisten Menschen keine Maske tragen und ob es hieße, dass Covid-19 Afghanistan nicht erreicht habe. „Wenn Ihr Leben unmittelbar bedroht sei“, kontern darauf einige User, dann würden Sie auf andere Weise handeln als sonst.“

Erste Bundeswehr-Maschine mit nur sieben Menschen

Parallel zu diesem Foto wurde bekannt, dass das erste Bundeswehr-Flugzeug Kabul mit nur wenigen Menschen an Bord verlassen hat. Wie der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Johann Wadephul, im Deutschlandfunk bestätigte, seien nur sieben Menschen aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen worden, offenbar deutsche Staatsangehörige. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte am Morgen in der ARD, dass der Flug unter äußerst schwierigen Bedingungen erfolgt sei. Man habe eine sehr unübersichtliche, gefährliche Situation am Flughafen gehabt, vor allen Dingen durch die Menschenmengen , so die CDU-Politikerin. „Wir hatten nur ganz wenig Zeit, und deswegen haben wir nur die mitgenommen, die jetzt wirklich auch vor Ort waren, und die konnten gestern wegen der chaotischen Situation noch nicht in einer größeren Zahl am Flughafen sein.“
Dabei ist der Airbus A400M offiziell für 114 Passagiere ausgelegt und könnte während der Evakuierungsaktion bis zu 150 Menschen transportieren. Ein Grund, warum viele Twitter-Nutzer gerade die Bundeswehr in die Mangel nehmen.
Wie der CDU-Politiker Johann Wadephul weiter dem Deutschlandfunk sagte, sei der wesentliche Zweck der ersten Landung gewesen, „robuste Kräfte ins Land zu bringen, zum Flughafen“, um ein Lagebild zu bekommen – und nicht etwa die Evakuierung. Man habe nur einen ganz kurzen Slot von 30 Minuten für die Maschine gehabt und habe nur die mitnehmen können, die da gewesen seien. Laut Kramp-Karrenbauer wartet die zweite Bundeswehr-Maschine bereits auf die Freigabe der Amerikaner, die die Sicherheit des Flughafens gewähren. Dann könnte das Flugzeug nach Kabul aufbrechen und wirklich mit den Evakuierungen beginnen.
Kinder sitzen auf der Insel Lesbos, Griechenland, vor einem Transparent mit der Aufschrift Wir sagen Nein zu Taliban, während afghanische Flüchtlinge gegen die Übernahme Afghanistans durch die Taliban demonstrieren, 16. August 2021.  - SNA, 1920, 17.08.2021
Afghanistan
Seehofer erwartet offenbar bis zu fünf Millionen weitere afghanische Flüchtlinge
Laut Kramp-Karrenbauer gibt es dafür zwei Szenarien. Nach dem ersten könne der Flughafen nur für einen kurzen Zeitraum offengehalten werden. „Dafür haben wir auch sehr robuste Kräfte jetzt vor Ort und verstärken weiter“, sagte sie in der ARD. Oder man könnte eine richtige Luftbrücke aufbauen. Dafür seien am Ende bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten vorgesehen.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала