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Digitale Kunstwerke: St. Petersburger Museum wirft Rammstein-Sänger Lindemann Vertragsbruch vor

© SNA / Wladimir WjatkinEremitage in St. Petersburg, Russland (Archiv)
Eremitage in St. Petersburg, Russland (Archiv) - SNA, 1920, 17.08.2021
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Wegen des Verkaufs digitaler Kunstwerke, die den Rammstein-Sänger Till Lindemann in der Eremitage in St. Petersburg zeigen, für den Preis zwischen 200 und 100.000 Euro hat das Museum sich über Lizenzverstöße beschwert.
Für Ärger sorgte eine Reihe von sogenannten NFTs (non-fungible token), eines davon mit der Bezeichnung „Hermitage Edition“. Es kann beliebig viele Kopien des digitalen Kunstwerks geben. Wer ein NFT kauft, erwirbt gewissermaßen die Rechte an dem Werk – in diesem Fall Videos und Animationen des Rammstein-Frontmannes.
Die Aufnahmen entstanden bei den Dreharbeiten an dem Musikvideo zum sowjetischen Lied „Ljubimyj Gorod“ (dt. „Lieblingsstadt“), das Lindemann auf Russisch sang. Wie die Eremitage auf sozialen Netzwerken bekanntgab, seien einige Aufnahmen ohne Erlaubnis gemacht worden. Darüber hinaus sei in der gegenseitigen Vereinbarung nie die Rede davon gewesen, dass das dort gedrehte und fotografierte Material auch als digitale Kunst verkauft werde. Die Verwendung des Museumsnamens sei ebenso nicht abgestimmt worden.
Das Museum warf Lindemann eine grobe Vertragsverletzung vor und stellte eigenen Angaben zufolge einen Einspruch an den Sänger über seinen Vertreter, habe allerdings keine Antwort bekommen. Auch die Plattform NFT Frame Art sei informiert worden.
Der Eremitage-Direktor Michail Piotrowski verurteilte die Handlungen Lindemanns als „Ferkelei und Rüpelei“.

„Die Rede ist nicht nur von intellektuellen Rechten, sondern auch von der intellektuellen Aggression“, sagte Piotrowski gegenüber der russischen Ausgabe der „Forbes“-Zeitschrift.

Stonehenge (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.08.2021
Archäologen erklären, warum die Felsblöcke in Stonehenge nach 5000 Jahren noch stehen – Studie
Mit Till Lindemann sollte man keine Geschäfte machen. Das Museum werde vielen anderen Künstlern, die um Dreharbeiten in der Eremitage bitten würden, in der Zukunft nicht vertrauen.
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