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Russlands Außenministerium: Erfolg der Taliban ist gesetzmäßige Folge der US-Politik

© REUTERS / Jawad SukhanyarFlughafen von Kabul
Flughafen von Kabul  - SNA, 1920, 17.08.2021
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Die Geschehnisse in Afghanistan sind eine gesetzmäßige Folge des US- und Nato-Truppenabzugs, teilte der stellvertretende Außenminister Alexander Gruschko am Dienstag gegenüber SNA mit.
„Jugoslawien, Libyen, jetzt Afghanistan. Hätte es etwa andere Erwartungen geben können? Eine Billion ist umsonst ausgegeben worden.“
Gruschko erinnerte daran, dass die Nato 20 Jahre lang von partnerschaftlichen Beziehungen mit Afghanistan gesprochen hat. Dem nordatlantischen Bündnis zufolge „unterstützen die Nato-Verbündeten und ihre Partner weiterhin Afghanistan, seine Bevölkerung und seine Institutionen, fördern die Sicherheit und verteidigen die in den letzten Jahren hart erarbeiteten Errungenschaften“.
Aber als die USA ihre Truppen abgezogen hatten, präsentierte sich das transatlantische Bündnis „in voller Schönheit“, so der stellvertretende Minister.
Laut ihm hatte Russland in der Vergangenheit Hilfe angeboten und vorgeschlagen, einen Algorithmus der Zusammenarbeit mit Afghanistan bei Krisensituationen auszuarbeiten, aber die Allianz zeigte kein Interesse.
Gruschko zufolge wollte die Nato auch keinen Dialog mit der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit* aufnehmen.
„Das Ergebnis dieser Arroganz sind unverschämte Aufforderungen an die Länder der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit, die Grenzen für diejenigen zu öffnen, die mit der Nato zusammengearbeitet haben“, so der stellvertretende Minister.
Die Situation in Afghanistan eskalierte letzte Woche, als die militant-islamistischen Taliban** in Afghanistan praktisch die Macht übernommen hatten. Der afghanische Präsident Aschraf Ghani floh aus Kabul mit Autos, die angeblich mit Geld gefüllt waren. Tausende von Afghanen begaben sich zum Flughafen von Kabul, wo US-Soldaten das Feuer auf sie eröffneten. Berichten zufolge kamen bei den Schüssen und dem Gedränge mindestens sieben Menschen ums Leben.
 Taliban-Kämpfer in Kabul am 16. August 2021 - SNA, 1920, 16.08.2021
Afghanistan
Kabul nach der Machtübernahme durch die Taliban
*Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland
**Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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