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Alle deutschen Hilfsgelder für Afghanistan eingefroren – Maas

© AP Photo / Michael SohnBundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 17.08.2021
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Aufgrund der Machtübernahme in Afghanistan durch die militant-islamistischen Taliban* hat der deutsche Staat alle staatlichen Hilfszahlungen vorerst zurückgehalten. Dies wurde am Dienstag auf einer Sitzung des Krisenstabes der Bundesregierung in Berlin beschlossen.
„Was die Entwicklungshilfe angeht, aber genauso unsere Stabilisierungsmaßnahmen, haben wir diese Mittel jetzt erst einmal eingefroren“, sagte Außenminister Heiko Maas. Man wolle zunächst beobachten, wie sich die Situation im Land weiter entwickelt.
Auch andere Länder sollen ihre Hilfsgelder gestoppt haben, hieß es. „Es gilt, zu überprüfen, wo man humanitär helfen kann“, so der SPD-Politiker. Dies gelte sowohl für Afghanistan als auch für Menschen, die aus ihrem Land fliehen müssten.
Afghanistan war bisher die Nummer eins unter den Empfängerländern deutscher Entwicklungshilfe. Für dieses Jahr wurden Zahlungen in Höhe von 430 Millionen Euro zugesagt. Maas hatte zuvor gewarnt, dass alle Hilfsgelder gesperrt würden, sollten die Taliban an die Macht kommen.
Die Taliban hatten am Sonntag die Hauptstadt Kabul erreicht. Die radikalgesinnten Kämpfer sind seit dem Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan landesweit auf dem Vormarsch. Die afghanische Regierung hat sich zur Machtübergabe bereiterklärt, Präsident Aschraf Ghani floh ins Ausland und gestand in einer Facebook-Botschaft die Niederlage gegen die Taliban ein.
Die USA, Deutschland und weitere westliche Staaten haben ihre Botschaften in Kabul übereilt geräumt und das Botschaftspersonal hastig evakuiert.
Flughafen Kabul - SNA, 1920, 17.08.2021
Afghanistan
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*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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