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Studie: Europas wichtigster Wirtschaftsstandort Deutschland zugleich der schmutzigste

© AFP 2021 / INA FASSBENDERKohlekraftwerk Datteln 4 des deutschen Stromkonzerns Uniper (Archiv)
Kohlekraftwerk Datteln 4 des deutschen Stromkonzerns Uniper (Archiv) - SNA, 1920, 17.08.2021
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Die wichtigste Wirtschaft Europas – Deutschland – ist in den zurückliegenden 20 Jahren einer Studie von „The Economist“ zufolge zugleich die schmutzigste gewesen.
Die Bundesrepublik stelle die Erzeugung von Atomstrom aktiv ein, indem das Land weiterhin auf fossile Energien angewiesen bleibe, schreibt das Wochenmagazin in seiner jüngsten Ausgabe und fragt, ob ein „grünes“ Europa ohne Atomstrom überhaupt möglich wäre.

Letztes AKW in Deutschland soll 2022 schließen

Nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins vom März 2011 legt Deutschland seine zwölf AKW schrittweise still. Ende 2022 sollen die letzten drei Atomkraftwerke komplett geschlossen werden. Im Juli wurde bekannt, dass dem Beispiel Deutschlands auch Österreich, Dänemark, Luxemburg und Spanien folgen. Diese Länder lehnen Pläne der Europäischen Union ab, den Atomstrom als „umweltfreundlich“ einzustufen und mehr in den Ausbau der Kernenergie zu investieren.

Berlin strebt Kohlenstoffneutralität bis 2045 an

Den Angaben zufolge plant Deutschland zugleich, 2045, fünf Jahre früher als die übrige EU, kohlenstoffneutral zu werden. Indes sei das Land bei Strom- und Wärmeversorgung weiterhin auf fossile Brennstoffe angewiesen. Zwischen 2000 und 2019 hätten die Schadstoffemissionen in Deutschland um 45 Prozent über dem Durchschnitt der Länder mit aktiver Atomenergiewirtschaft gelegen, hieß es.
Europäische Länder, die Atomstrom erzeugen, stoßen derzeit deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) als Staaten aus, die auf andere Energiequellen setzen. Eine gut regulierte Atomwirtschaft ist eine sichere und stabile Stromquelle ohne Schadstoffemissionen. Die meisten Nachbarn Deutschlands lehnen dessen Atompolitik ab. Von den 17 europäischen Ländern, die Atomstrom produzieren, plant nur Großbritannien, einige Atomkraftwerke in nächster Zeit stillzulegen, zugleich aber auch neue zu bauen. Zudem wird die nationale Atomwirtschaft in den USA aktiv vom Senat gefördert.
Ein Kohlekraftwerk in der Nähe des Kohletagebaus Garzweiler  - SNA, 1920, 05.07.2021
Deutsche Umwelthilfe reicht Klimaklagen gegen Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ein

Deutschland vor Atom-Comeback?

In Deutschland stehen die Parlamentswahlen bevor. Die Bevölkerung macht sich Sorgen um den Wiederaufbau nach den jüngsten verheerenden Überschwemmungen im Land. Höchstwahrscheinlich wird die globale Erderwärmung eine der Prioritäten der gesellschaftlichen Agenda. Experten schließen daher nicht aus, dass die Behörden in Berlin die Atomenergiewirtschaft wiederbeleben würden.
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