Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Kein richtiger Zeitpunkt: Großer Zapfenstreich zu Afghanistan soll verschoben werden - BMVg

© AFP 2021 / HAUKE-CHRISTIAN DITTRICHSoldaten der Bundeswehr gehen am 30. Juni 2021 mit der Truppenflagge einer Airbus A400M-Fracht auf dem Militärflugplatz in Wunstorf, Norddeutschland, aus. Symbolfoto
Soldaten der Bundeswehr gehen am 30. Juni 2021 mit der Truppenflagge einer Airbus A400M-Fracht auf dem Militärflugplatz in Wunstorf, Norddeutschland, aus. Symbolfoto - SNA, 1920, 16.08.2021
Abonnieren
Laut dem Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums (BMVg) David Helmbold wird Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer dem Kabinett am Mittwoch vorschlagen, die Bilanzveranstaltung zu Afghanistan und den fürs Ende August geplanten Großen Zapfenstreich zu verschieben. Auch ist Helmbold auf die Frage nach der späten Evakuierung eingegangen.
„Wir sind im Moment inmitten einer Operation“, erklärte Helmbold auf der Bundespressekonferenz am Montag. „Der Einsatz in Afghanistan hat jetzt andere Aspekte, die es zu bewerten gilt. Und dass es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist weder für die Bilanzveranstaltung noch für den Grossen Zapfenstreich“. Diese werden bisher für den 31. August vor dem BMVg-Gebäude bzw. vor dem Deutschen Bundestag geplant.
Aber diese Bilanzdiskussion werde mit aller Ehrlichkeit und Offenheit geführt werden, versicherte Helmbold, und sie werde alle Aspekte des Einsatzes umfassen. „Im Moment ist unsere ganze Konzentration aber, die Ortskräfte und die Staatsangehörigen weiter zu schützen und auch die Soldaten selbst aus Afghanistan zurückzuführen.“
„Der Einsatz der letzten 20 Jahren war der gemeinsame der westlichen Staaten, ein gemeinsamer Nato-Einsatz, die Bilanz wird auch gemeinsam zu ziehen sein, ehrlich und auch kritisch“, fügte der Regierungssprecher Steffen Seibert seinerseits hinzu.

Späte Reaktion der Bundesregierung?

Auf die Frage, warum die Bundesregierung nicht früher mit der Evakuierung des Personals der deutschen Botschaft in Kabul bzw. der Ortskräfte begonnen habe, verwies der BMVg-mann auf eine Sitzung des Krisenstabes, die bereits am Freitag stattgefunden habe. Im Anschluss habe man sofort die Planungsintensität weiter erhöht, sich im großen Tempo auf den Fall konzentriert, und die ersten Flugzeuge hätten Deutschland bereits verlassen“. Warum sind die Bundeswehr-Flugzeuge aber nicht schon am Samstag rausgeflogen? Es sei ein sehr gefährlicher Einsatz, der hier zu planen ist, betonte Helmbold, und dieser Einsatz sollte abgestimmt sein, sowohl national, als auch international - wie etwa die Überflugrechte bei Luftfahrzeugen mit bewaffneten Militärs. Bisher habe man 50 Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kabul evakuiert, zu den anderen Zahlen vor Ort wolle an aus Sicherheitsgründen keine Angaben machen. Was andere deutsche Bürger in Afghanistan angehe, dann gehe man von einer zweistelligen Zahl.
Auch der Pressesprecher des Auswärtigen Amtes, Christopher Burger, hat den Journalisten versprochen: „Es sind unsere Kollegen, die dort in Lebensgefahr sind, und Sie können sich sicher sein, dass alle im Auswärtigen Amt und in der Bundesregierung wirklich alles dafür tun mit ganzem Einsatz, das jetzt noch Mögliche zu tun, um den Menschen zu helfen.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt Pressekonferenz zu Corona-Maßnahmen - SNA, 1920, 16.08.2021
Merkel spricht von bitteren Stunden in Afghanistan – Steinmeier sagt Opernbesuch ab
Die islamistischen Taliban hatten am Sonntag nach tagelangem Vormarsch auch in der Hauptstadt Kabul die Macht übernommen. Präsident Ghani floh außer Landes. Vor diesem Hintergrund forderte die Wehrbeauftragte der Bundesregierung Eva Högl (SPD) eine Verschiebung der Afghanistan-Gedenkfeier am 31. August. Feierlichkeiten und ein würdiges Gedenken seien angesichts der dramatischen Entwicklungen und des Vormarschs der Taliban derzeit nicht möglich, sagte sie dabei in einem Interview. Innenminister Horst Seehofer (CSU) erklärte den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan im Rückblick für gescheitert. Außenminister Heiko Maas (SPD) erklärte am Sonntag die Sicherheit der deutschen Staatsangehörigen in Afghanistan dabei zur obersten Priorität.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала