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Jetzt geht’s um die Wurst! 11 knackige Zahlen über die Fleischdelikatesse

© CC0 / Pixabay / RitaEBratwurst (Symbolbild)
Bratwurst (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.08.2021
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Wussten Sie, dass die Wurst bereits seit 7000 Jahren auf den Tisch kommt? Als berühmteste unter den mehr als 1500 Wurstsorten gilt die Bratwurst, zu deren Ehre sogar ein spezieller Aktionstag erfunden worden ist! Aus diesem Anlass präsentieren wir Ihnen die zehn weniger bekannten Tatsachen über diese uralten Nahrungsmittel.
Am 16. August wird in einigen Ländern der Tag der Bratwurst begangen. In den Vereinigten Staaten heißt dieser zum Beispiel National Bratwurst Day und wurde laut mehreren Online-Kalendern Ende der 1990er Jahre ins Leben gerufen. Zu diesem Tag haben wir einige interessante Zahlen aufgelistet. Also, jetzt geht’s um die Wurst!

29,4 Kilo

Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2019 rund 29,4 Kilogramm Wurst und sonstige Fleischerzeugnisse pro Kopf verzehrt, teilte im Herbst 2020 das Portal Statista mit. Brühwürste sind die beliebtesten Produkte dieser Art bei den Deutschen. Jeder im Land aß rund 7,1 Kilogramm davon. Auf dem zweiten Platz folgen Rohwürste (je 5,3 Kilogramm). Auf Platz drei landete Schinken jeder Art (je 4,3 Kilogramm). Zudem wurden je 4,3 und 2,7 Kilogramm Würstchen mit Bratwürsten verspeist.

7000 Jahre alt

Die Wurst ist eines der ältesten Nahrungsmittel, die die Menschheit kennt und bis heute genießt. So haben Archäologen in Syrien, Ägypten und China Zeichnungen und Malereien entdeckt, auf denen bereits 5000 Jahre vor Christus die Wurst abgebildet worden ist, teilt das Portal Wurstsorten mit. Die Römer in der Antike hatten gerne Würste etwa als Vorspeise. Sie liebten auch mit Würsten gefüllte Schweine, hieß es weiter. Eine besondere Fleischdelikatesse sei die so genannte Hirnwurst gewesen, die aus Hirn, Ei, Wolfsmilch und Gewürzen zubereitet worden sei.
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Um 7. Jahrhundert v.Chr.

Der griechische Dichter Homer gibt bereits in seinem Epos „Die Odyssee“ um 700 vor Christus erste schriftliche Kunde von der Wurst, berichtet das Bratwurstmuseum. Er beschreibt, wie die alten Griechen Ziegen- und Schweinemägen auf glühenden Kohlen rösteten, die mit Fett und Blut gefüllt wurden. Darüber hinaus erzählte er über die so genannten „Wurstkämpfe“. Der tapferste Grieche soll bei solchen Wettbewerben die besten Würste als Belohnung bekommen haben.

1. Jahrhundert v.Chr.

Das erste überlieferte Bratwurstrezept stammt aus dem ersten römischen Kochbuch von Apicius aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, erklärt das österreichische Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT). In Deutschland sei die Bratwurst bereits seit Anfang des 14. Jahrhunderts bekannt. Deutsche Kochbücher des Mittelalters und der Renaissance, sowie österreichische Kochbücher des 19. Jahrhunderts empfehlen auch bereits Fleisch zur Herstellung von Bratwürsten, hieß es.

Drei Hauptarten

Die Verkehrsauffassung, die sich mit dem Begriff „Bratwurst“ verbindet, ist regional unterschiedlich, folgt aus den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf seiner Seite veröffentlicht hat. Produkte, die unter der Bezeichnung „Bratwurst“ in den Verkehr gebracht werden, können entweder Rohwürste, oder Brühwürste, oder Kochwürste sein (s. P. I.2.24). Es können auch andere Fleischzubereitungen sein, die durch nachfolgende Erhitzung den entsprechenden Charakter gewinnen, hieß es.
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Über 1600 Sorten

Insgesamt gibt es Hunderte Wurstsorten, erläutert das Portal Planet Wissen. Am meisten sind demnach mit ihren 800 Sorten die Brühwürste verbreitet, unter denen die wohl bekanntesten Weißwurst oder Knackwurst sind. Dann folgen die Rohwürste mit ihren über 500 Sorten, darunter zum Beispiel die geliebte Teewurst oder die Salami. Am „wenigsten“ sind die Kochwürste mit ihren 350 verschiedenen Sorten präsent, zu denen auch Blut- und Leberwürste gehören.

50 Bratwurst-Variationen in Deutschland

In Deutschland werden laut dem Portal Wurstsorten rund 50 verschiedene regionale Bratwurst-Variationen hergestellt. Darunter seien Coburger, Thüringer, Nürnberger, Schlesische, Hessische oder Norddeutsche.

Acht Zentimeter bis halber Meter

In Nürnberg werden normalerweise acht bis neun Zentimeter große (beziehungsweise kleine) Bratwürste serviert. Die Coburger sind dagegen bis zu 32 Zentimeter lang, teilt das Portal Wurstsorten mit. Gigantische, ein halbes Meter lange Bratwürste werden bei Volksfesten in Thüringen angeboten.

5888 Meter lang

Die längste Bratwurst wurde in Bayern im Jahr 1999 zubereitet, erläutert das Bratwurstmuseum. Der Rekord wurde demnach im Ausflugslokal Weihbüchl bei Landshut aufgestellt. Mit 5888 Metern war das Produkt die längste Bratwurst am Stück. Die Herstellung nahm mehr als neun Stunden in Anspruch. Dafür verwendete man Schafsdärme von je etwa 30 Metern Länge, die an den Enden um zehn Zentimeter übereinander geschoben wurden. Insgesamt wurden 1,7 Tonnen Brät (Fleisch von rund 30 Schweinen) mit 50 Kilogramm Gewürzen zubereitet.
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Mai 2006

Im Mai 2006 wurde das erste Deutsche Bratwurstmuseum in der Nähe von Arnstadt in Thüringen eröffnet und hatte jährlich rund 50.000 Besucher. Im vorigen Jahr zog es nach Mühlhausen um. Die Eröffnung des neuen Gebäudes verschiebt sich jedoch.

18 Prozent höheres Krebsrisiko

Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Mitte 2005 eine Studie publik gemacht, die auf der Basis von über 800 Einzelstudien basieren soll. Die Wissenschaftler stellten fest, dass der Verzehr von verarbeitetem Fleisch das Risiko signifikant erhöhe, an Darmkrebs zu erkranken. Eine tägliche Portion verarbeitetes Fleisch von 50 Gramm erhöhe das Krebsrisiko um 18 Prozent. Nach Angaben des Robert Koch Instituts liegt das allgemeine Risiko, im Laufe des Lebens an Darmkrebs zu erkranken, generell zwischen 5,6 Prozent für Frauen und 7,1 Prozent für Männer. Wenn man die RKI-Angaben in Acht nimmt, dann erhöht sich dieses Risiko bei täglichem Wurstkonsum von 50 Gramm, also für Frauen auf 6,6 Prozent, für Männer entsprechend auf 8,4 Prozent. Man sollte aber auch darauf achten, dass das Risiko umso höher ist, je mehr verarbeitetes Fleisch pro Tag verzehrt wird.
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