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Afghanische Regierung ausgespielt: Taliban haben Militär für Waffenabgabe bestochen – Medien

© REUTERS / STRINGERTaliban-Truppen patrouillieren eine Straße in Herat
Taliban-Truppen patrouillieren eine Straße in Herat - SNA, 1920, 16.08.2021
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Die radikal-islamistischen Taliban* sollen im Jahr 2020 afghanische Beamte und Militärs bestochen haben, um an ihre Waffen zu kommen. Solche Abmachungen sollen mehrmals und vielerorts getroffen worden sein. Darüber berichtete die US-Tageszeitung „The Washington Post“.
Dem Blatt zufolge bezeichneten die Regierungsbeamten diese Deals zwar als „Waffenstillstandsabkommen“, in Wirklichkeit aber baten die Taliban Geld für die Waffenabgabe an. Mit Siedlungen begonnen, wandten die Taliban dieses Szenario in anderthalb Jahren auch auf die Ebene der Regionalbehörden und Verwaltungsprovinzen an.
Der Höhepunkt der Bestechungsaktivitäten der Taliban sei „eine atemberaubende Reihe von Gesprächen über die Kapitulation von Regierungstruppen“, hieß es unter anderem.
Nach Angaben eines afghanischen Geheimdienstlers wollten einige von ihnen „nur Geld“. Andere hingegen schlossen mit den Taliban nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Washington und Taliban-Vertretern in Doha, das den Abzug ausländischer Truppen vorsah, eine Vereinbarung ab. Viele glaubten, dass die Taliban unweigerlich an die Macht zurückkehren würden, und beschlossen, sich „einen Platz auf der Gewinnerseite zu sichern“.
Die Lage in Afghanistan hatte sich in den letzten Wochen zugespitzt: Nachdem die amerikanischen Truppen aus dem Land abgezogen worden waren, rückten die Taliban immer weiter vor und setzten ihre Offensive fort.
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 15.08.2021
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Maas ordnet umgehende Evakuierung von Botschaftspersonal aus Kabul an
Am Sonntag hatten die Medien berichtet, dass die Rebellen alle Grenzübergänge kontrollieren. Später an diesem Tag hatten bewaffnete Männer bekanntgegeben, dass sie den Präsidentenpalast betreten hatten.
Staatschef Ashraf Ghani war den jüngsten Medienberichten zufolge nach Usbekistan geflüchtet. Wie der Nachrichtensender „Al Jazeera“ unter Berufung auf einen Leibwächter des Politikers berichtet, machte sich Ghani unter anderem mit seiner Frau und seinem Stabschef auf den Weg in die usbekische Hauptstadt Taschkent.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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