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Respektieren Willen des afghanischen Volkes: China erwartet von Taliban friedliche Machtübernahme

© REUTERS / StringerDie Lage in Afghanistan nach dem Machtwechsel
Die Lage in Afghanistan nach dem Machtwechsel - SNA, 1920, 16.08.2021
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Angesichts der militärischen Erfolge der Taliban* hat China die militant-islamistische Bewegung zu einer friedlichen und reibungslosen Machtübernahme in Afghanistan aufgefordert. Peking hofft, dass die Islamisten ihre Versprechen, die Sicherheit der Bevölkerung zu wahren und über eine inklusive Regierung zu verhandeln, einhalten.
Ein Ende des Krieges und die Schaffung von Frieden seien sowohl der einhellige Wunsch der mehr als 30 Millionen Afghanen als auch die gemeinsame Erwartung der internationalen Gemeinschaft und der Länder in der Region, sagte die chinesische Außenamtssprecherin Hua Chunaying am Montag vor der Presse in Peking.
„Die Lage in Afghanistan hat sich wesentlich verändert, und wir respektieren den Willen und die Entscheidung des afghanischen Volkes.“
Die Sprecherin zitierte aus einer Erklärung der Taliban vom Vortag, dass der Krieg vorbei sei und sie über eine offene und inklusive islamische Regierung verhandeln wollten. Außerdem versprachen die Islamisten die Sicherheit der afghanischen Bürger und ausländischer Vertretungen zu wahren.
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„China erwartet, dass diese Erklärungen umgesetzt werden, um einen reibungslosen Übergang in Afghanistan sicherzustellen, jede Art von Terrorismus und Verbrechen einzudämmen und es dem afghanischen Volk zu ermöglichen, den Krieg hinter sich zu lassen sowie ein besseres Zuhause wiederaufzubauen“, sagte Hua Chunying.
Seit Beginn des internationalen Truppenabzugs aus Afghanistan im Mai konnten die Taliban praktisch das gesamte Land unter ihre Kontrolle bringen. Die Regierungsarmee versuchte zunächst vergeblich, den Vormarsch der radikalen Islamisten mit Gegenangriffen zu stoppen.
China hatte die Entscheidung der USA, nach 20 Jahren Afghanistan zu verlassen, als überhastet kritisiert. Die Volksrepublik befürchtet auch das Einsickern von Terroristen, die für eine Unabhängigkeit der muslimisch besiedelten Region Xinjiang in Nordwestchina kämpfen könnten. Ende Juli traf Chinas Außenminister Wang Yi in Tianjin eine Delegation um den Taliban-Mitbegründer Mullah Abdul Ghani Baradar, um persönlich Kontakt mit den künftigen Machthabern aufzunehmen.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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