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Mit Scharia begründet: Nigerianischer Bundesstaat erlaubt nur Schaufensterpuppen ohne Kopf

© CC0 / PIRO4D/pixabaySchaufensterpuppen (Symbolbild)
Schaufensterpuppen (Symbolbild) - SNA, 1920, 16.08.2021
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In Kano dürfen die Kleidungsgeschäfte Schaufensterpuppen mit Kopf nicht mehr verwenden. Die Scharia-Polizei dieses mehrheitlich islamisch geprägten nigerianischen Bundestaates hat eine entsprechende Anweisung erlassen.
Mit Kopf würden die Schaufensterpuppen wie Menschen aussehen, sagte Haruna Ibn-Sina, der Kommandant der als Hisba bekannten Scharia-Polizei, dem Sender BBC. Und Götzendienst sei im Islam nicht zulässig,
Außerdem müssten die Puppen so gekleidet sein, dass sich die Form ihrer Brust und des Gesäßes nicht erkennen ließen. Denn auch das würde den Prinzipien der Scharia widersprechen.
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Kano ist einer der zwölf mehrheitlich von Muslimen bewohnten Bundesstaaten im Norden des Landes, die die Scharia praktizieren. Eigentlich soll dieses Rechtssystem nur für Muslime gelten. In Wirklichkeit aber geraten auch Nicht-Muslime unter Druck, den Anweisungen der Hisba zu folgen.
„Uns haben viele Menschen angerufen, um zu sagen, dass sie mit der Regelung nicht einverstanden sind“, sagte Radiomoderator Moses Ajebo aus Kano, der zweitgrößten Stadt Nigerias.
Auch Händler in Sabon Gari, einem christlich dominierten Teil des Bundesstaates Kano, sind laut BBC unzufrieden und befürchten Einbußen. Ausgestellt an kopflosen Schaufensterpuppen, wirke die Kleidung weniger attraktiv, was schädlich fürs Geschäft sei, sagte Ladenbesitzer Chinedu Anya.
Während in Kano die jüngste Anweisung der Scharia-Polizei auf breite Unterstützung stößt, glauben vor allem jüngere Muslime, dass der Islam im Fall der Schaufensterpuppen falsch interpretiert werde. Der Islam verbiete zwar Götzendienst. „Aber solange man sich nicht vor einer Schaufensterpuppe verneigt, kann dies nicht als Sünde betrachtet werden“, sagte ein muslimischer Geistlicher, der anonym bleiben wollte.
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