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Chaos in Afghanistan – Maas räumt Versagen ein: „Haben die Lage falsch eingeschätzt“

 / Zur BilddatenbankHeiko Maas
Heiko Maas - SNA, 1920, 16.08.2021
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Nach der faktischen Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban* in Afghanistan hat Bundesaußenminister Heiko Maas Fehler bei der Einschätzung der Situation eingestanden.
„Es gibt auch nichts zu beschönigen: Wir alle – die Bundesregierung, die Nachrichtendienste, die internationale Gemeinschaft – wir haben die Lage falsch eingeschätzt“, sagte Maas am Montag bei einem Presseauftritt.
Zuvor hatte es massive Kritik an der Bundesregierung gegeben. Ihr wird vorgeworfen, den schnellen Vormarsch der Taliban unterschätzt und die Evakuierung afghanischer Ortskräfte zu schleppend vorangetrieben zu haben. Auch die Evakuierung deutscher Staatsbürger begann in der Nacht zum Montag erst, nachdem die Taliban schon bis in den Präsidentenpalast in Kabul vorgerückt waren.
Man habe nicht vorhergesehen, dass die afghanischen Streitkräfte nicht bereit gewesen seien, sich den Taliban entgegenzustellen.
„Das ist eine Fehleinschätzung gewesen von uns allen. Darüber werden wir sicherlich auch zu reden haben“, so der Bundesaußenminister.
„Wir wollen so viele Menschen schnell außer Landes bringen, wie es geht“, betonte Maas. „Eine Maschine ist bereits auf dem Weg nach Kabul, zwei weitere sind auf dem Weg in die Region. Wir werden morgen für eine gemeinsame Reaktion der EU werben“, so der Bundesaußenminister weiter.
„Wir werden so viele wie möglich in unsere Maschinen oder die der USA aufnehmen“, sagte Maas.
Wie viele das genau sein werden und wie viele es nach Kabul schaffen sei aber noch unklar – auch, weil die Familien von Ortskräften auch ausgeflogen werden sollen. „Der Großteil der Botschaftsmitarbeiter ist bereits gestern ausgeflogen worden“, so Maas.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Weißrussland) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
Afghanistan nach dem Machtwechsel - SNA, 1920, 16.08.2021
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