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„Dürfen die Fehler von 2015 nicht wiederholen“: Laschet gegen Aufnahme afghanischer Flüchtlinge

© AP Photo / Muhammed MuheisenAfghanische Flüchtlinge in Deutschland. Freilassing, Bayern, September 2015
Afghanische Flüchtlinge in Deutschland. Freilassing, Bayern, September 2015 - SNA, 1920, 16.08.2021
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Der Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat eine Zusage Deutschlands für die Aufnahme afghanischer Flüchtlinge abgelehnt, die nach der Machtübernahme der Taliban erwartet werden.

„Ich glaube, dass wir jetzt nicht das Signal aussenden sollten, dass Deutschland alle, die jetzt in Not sind, quasi aufnehmen kann“, sagte der NRW-Ministerpräsident am Montag in Berlin nach Beratungen von Präsidium und Bundesvorstand der CDU.

Er sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, humanitäre Hilfe vor Ort, „jetzt diesmal rechtzeitig – anders als 2015“ – zu leisten.
Mit Blick auf den damaligen Flüchtlingsstrom nach Deutschland sagte Laschet: „Wir dürfen die Fehler von 2015 nicht wiederholen.“ Diese hätten begonnen mit dem mangelnden humanitären Schutz in den Flüchtlingscamps des UN-Flüchtlingskommissars. 2015 waren Hunderttausende Migranten weitgehend unkontrolliert nach Deutschland eingereist.
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hatte am Wochenende die Aufnahme von Kontingenten afghanischer Flüchtlinge in Europa, den USA und Kanada gefordert – jedoch keine Zahlen genannt.

"Politische und humanitäre Katastrophe"

Laschet nannte die Machtübernahme durch die radikal-islamische Bewegung Taliban in Afghanistan eine „politische und humanitäre Katastrophe“. Mit Blick auf die 20-jährige westliche Militäreinsatz in dem Land ergänzte er: „Es ist das größte Debakel, das die Nato seit ihrer Gründung erleidet.“
Horst Seehofer und Armin Laschet (Archivbild) - SNA, 1920, 02.08.2021
Afghanistan
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Evakuierung Deutscher "längst überfällig"

Laschet übte auch Kritik an der Bundesregierung, indem er deren Evakuierungsaktion für deutsche Staatsangehörige und afghanische Ortskräfte als „längst überfällig“ bezeichnete. Auf die Frage, was dies bedeute, antwortete er: „Längst überfällig heißt längst überfällig.“ Zudem forderte Laschet ein „robustes Mandat“ des Bundestags, das den Schusswaffengebrauch nicht nur zur Selbstverteidigung erlaubt.
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